Omas kräftige Rindfleischsuppe mit Nudeln und Suppengemüse

Eine selbstgemachte Rindfleischsuppe gehört zu den klassischen Gerichten der deutschen Hausmannskost. Die kräftige Brühe, das zarte Rindfleisch, das frische Suppengemüse und die feinen Nudeln ergeben eine wärmende und sättigende Mahlzeit für die ganze Familie.

Das Geheimnis einer guten Rindfleischsuppe liegt in der langsamen Zubereitung. Das Fleisch wird mit kaltem Wasser aufgesetzt und bei niedriger Temperatur gegart. So können sich die Aromen von Fleisch, Knochen, Gemüse und Gewürzen langsam miteinander verbinden. Durch das sorgfältige Abschöpfen des Schaums bleibt die Brühe möglichst klar.

Zutaten für 6 Portionen

800 g bis 1 kg Rinderbeinscheibe mit Knochen

600 g Suppengrün aus Karotten, Lauch, Knollensellerie und Petersilie

2 mittelgroße Zwiebeln

2,5 Liter kaltes Wasser

2 Lorbeerblätter

8 schwarze Pfefferkörner

Eine kleine Prise frisch geriebene Muskatnuss

1 bis 2 Teelöffel Salz

1 Esslöffel Öl, optional

150 bis 200 g Suppennudeln oder Bandnudeln

2 zusätzliche Karotten

1 kleine Stange Lauch

2 Esslöffel frisch gehackte Petersilie

Das gekochte Rindfleisch aus der Brühe

Vorbereitungszeit und Kochzeit

Die Vorbereitungszeit beträgt etwa 20 Minuten. Für das langsame Garen der Suppe werden ungefähr 2 bis 2,5 Stunden benötigt. Insgesamt sollte man mit etwa 2 Stunden und 50 Minuten rechnen. Das Rezept ergibt 6 Portionen und ist einfach zuzubereiten.

Das Fleisch und das Gemüse vorbereiten

Die Rinderbeinscheibe aus der Verpackung nehmen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Das Fleisch wird für dieses Rezept nicht unbedingt angebraten, sondern direkt mit kaltem Wasser aufgesetzt. Auf diese Weise können die Aromen langsam in die Brühe übergehen.

Das Suppengrün gründlich waschen und vorbereiten. Die Karotten schälen und in größere Stücke schneiden. Den Lauch sorgfältig putzen, längs aufschneiden und unter fließendem Wasser gründlich waschen. Anschließend den Lauch in grobe Stücke schneiden. Den Knollensellerie schälen und ebenfalls in größere Stücke teilen.

Die Petersilie waschen. Einige Petersilienstiele können für die Brühe verwendet werden. Die restliche Petersilie wird fein gehackt und später zum Servieren verwendet.

Die Zwiebeln schälen und halbieren. Für einen besonders kräftigen Geschmack können die Zwiebelhälften ohne Fett in einer Pfanne auf der Schnittfläche dunkel angeröstet werden. Alternativ kann dafür das optionale Öl verwendet werden. Die Zwiebeln sollten eine kräftige Farbe bekommen, dürfen aber nicht verbrennen. Durch das Rösten erhält die Brühe eine dunklere Farbe und ein intensiveres Aroma.

Die beiden zusätzlichen Karotten und die kleine Stange Lauch werden erst später als frische Suppeneinlage verwendet. Deshalb können sie zunächst beiseitegelegt und erst kurz vor ihrer Verwendung vorbereitet werden.

Die Brühe langsam aufsetzen

Die Rinderbeinscheibe in einen großen Suppentopf legen und mit 2,5 Litern kaltem Wasser bedecken. Das Wasser sollte das Fleisch vollständig bedecken. Die vorbereiteten Zwiebeln und das grob geschnittene Suppengrün in den Topf geben.

Anschließend die Lorbeerblätter, die schwarzen Pfefferkörner, die kleine Prise Muskatnuss und zunächst einen Teelöffel Salz hinzufügen. Das zweite Teelöffel Salz wird später nach Geschmack verwendet.

Den Topf langsam erhitzen. Sobald das Wasser heiß wird, bildet sich an der Oberfläche meist grauer oder weißlicher Schaum. Diesen Schaum vorsichtig mit einer Schaumkelle abschöpfen. Dieser Schritt ist wichtig, wenn die Brühe später möglichst klar werden soll.

Die Suppe sollte nicht stark sprudelnd kochen. Sobald sich nur noch wenig Schaum bildet, die Temperatur deutlich reduzieren. Die Brühe soll nur leicht köcheln. Ein starkes Kochen kann dazu führen, dass die Suppe trüb wird und das Fleisch unnötig fest bleibt.

Die Rindfleischsuppe köcheln lassen

Die Suppe bei niedriger Hitze etwa 2 bis 2,5 Stunden sanft köcheln lassen. Der Deckel kann dabei leicht geöffnet auf dem Topf liegen. So lässt sich die Temperatur besser regulieren.

Während der Kochzeit gelegentlich kontrollieren, ob das Fleisch noch ausreichend mit Flüssigkeit bedeckt ist. Falls zu viel Wasser verdampft, kann vorsichtig etwas heißes Wasser nachgegossen werden. Kaltes Wasser sollte möglichst nicht verwendet werden, da es die Temperatur der Brühe stark senkt.

Wenn sich während des Kochens erneut Schaum oder Rückstände an der Oberfläche sammeln, können diese vorsichtig abgeschöpft werden. Ansonsten sollte die Suppe möglichst in Ruhe köcheln. Durch die lange und schonende Garzeit wird das Fleisch zart, und die Brühe erhält ihren kräftigen Geschmack.

Das Fleisch ist fertig, wenn es sich leicht mit einer Gabel zerteilen lässt. Sollte es nach 2 Stunden noch nicht weich genug sein, kann die Suppe etwas länger gekocht werden.

Das Fleisch herausnehmen und die Brühe abseihen

Wenn das Fleisch weich ist, die Rinderbeinscheibe vorsichtig aus dem Topf nehmen. Kurz abkühlen lassen, bis sie sich gut anfassen lässt. Anschließend das Fleisch vom Knochen lösen und in mundgerechte Stücke schneiden. Das zerkleinerte Rindfleisch für später beiseitestellen.

Die Brühe durch ein feines Sieb in einen zweiten Topf oder eine große Schüssel gießen. Das ausgekochte Gemüse, die Zwiebeln, Lorbeerblätter und Pfefferkörner bleiben im Sieb zurück. Auf diese Weise wird die Brühe von den festen Bestandteilen getrennt und erhält eine klarere Konsistenz.

Wer möchte, kann einzelne Stücke des weich gekochten Gemüses behalten. Für eine klare Brühe wird das alte Suppengemüse jedoch meistens entfernt und durch frische Karotten und Lauch ersetzt.

Die abgesiebte Brühe wieder in den sauberen Topf geben und vorsichtig erhitzen. Nun die Brühe probieren und mit dem restlichen Salz abschmecken. Je nach Geschmack werden insgesamt ein bis zwei Teelöffel Salz benötigt. Die Suppe sollte kräftig, aber nicht zu salzig schmecken.

Die frische Suppeneinlage vorbereiten

Die zwei zusätzlichen Karotten schälen und in dünne Scheiben oder kleine Stücke schneiden. Die kleine Stange Lauch putzen, längs aufschneiden und gründlich waschen. Anschließend den Lauch in feine Ringe schneiden.

Die Karotten und den Lauch in die heiße, abgesiebte Brühe geben. Das Gemüse bei mittlerer Hitze etwa 8 bis 10 Minuten garen. Es sollte weich werden, aber noch etwas Biss behalten und nicht zerfallen.

Das frische Gemüse wird erst am Ende hinzugefügt. Dadurch bleiben Farbe, Geschmack und Form besser erhalten. Während die Einlage gart, kann das gekochte Rindfleisch vorbereitet werden.

Die Nudeln zubereiten

Die Suppennudeln oder Bandnudeln nach Möglichkeit separat in Wasser kochen. Die genaue Kochzeit richtet sich nach der Packungsanweisung und beträgt meistens etwa 5 bis 10 Minuten.

Die Nudeln sollten nicht zu weich gekocht werden, da sie in der heißen Suppe noch etwas nachgaren. Nach dem Kochen abgießen und kurz beiseitestellen.

Das separate Kochen hat mehrere Vorteile. Die Brühe bleibt klarer, weil weniger Stärke in die Suppe gelangt. Außerdem saugen die Nudeln bei der Aufbewahrung nicht die gesamte Flüssigkeit auf. Wenn die Suppe sofort serviert wird, können die Nudeln direkt in die Teller verteilt und mit der Brühe übergossen werden.

Die Suppe fertigstellen

Das geschnittene Rindfleisch zur Brühe mit den Karotten und dem Lauch geben. Alles noch einmal 3 bis 5 Minuten vorsichtig erhitzen. Das Fleisch sollte vollständig warm werden, aber nicht lange weiterkochen, damit es zart bleibt.

Die Nudeln entweder direkt in den Topf geben oder portionsweise in tiefe Teller verteilen. Anschließend die heiße Brühe mit dem Gemüse und dem Rindfleisch darüber schöpfen.

Zum Schluss die frisch gehackte Petersilie auf die einzelnen Portionen verteilen. Die Suppe noch einmal probieren und bei Bedarf mit etwas Salz abschmecken. Die Muskatnuss und der Pfeffer sollen die Brühe geschmacklich unterstützen, aber nicht zu stark hervortreten.

Tipps für eine klare und kräftige Brühe

Für eine klare Brühe sollte das Fleisch immer mit kaltem Wasser aufgesetzt werden. Das langsame Erhitzen hilft dabei, die Aromen gleichmäßig an das Wasser abzugeben.

Die Brühe darf während der gesamten Kochzeit nicht stark sprudeln. Sanftes Köcheln sorgt dafür, dass die Suppe klarer bleibt und das Fleisch zart wird.

Das sorgfältige Abschöpfen des Schaums verbessert ebenfalls das Aussehen und die Konsistenz der Brühe. Besonders am Anfang der Kochzeit sollte die Oberfläche regelmäßig kontrolliert werden.

Eine angeröstete Zwiebel verleiht der Suppe eine kräftigere Farbe und einen intensiveren Geschmack. Sie wird später zusammen mit dem ausgekochten Gemüse entfernt.

Die Nudeln am besten separat kochen und erst beim Servieren hinzufügen. So bleiben sie bissfest und die Suppe kann besser aufbewahrt werden.

Passende Beilagen

Die Rindfleischsuppe schmeckt sehr gut mit frischem Bauernbrot, Baguette, selbstgemachten Brötchen oder herzhaftem Roggenbrot. Auch geröstetes Knoblauchbrot passt gut zu der kräftigen Brühe.

Die Suppe kann als Vorspeise bei einem Familienessen serviert werden. Durch das Fleisch, die Nudeln und das Gemüse eignet sie sich aber auch als vollständiges Hauptgericht.

Aufbewahrung und Einfrieren

Übrig gebliebene Suppe vollständig abkühlen lassen und anschließend in gut verschlossenen Behältern im Kühlschrank aufbewahren. Sie sollte innerhalb von 2 bis 3 Tagen verbraucht werden.

Am besten werden Brühe, Fleisch, Gemüse und Nudeln getrennt voneinander aufbewahrt. Dadurch bleiben die Nudeln fester und nehmen nicht zu viel Flüssigkeit auf.

Zum Einfrieren eignet sich besonders die Brühe mit dem gekochten Rindfleisch. Die Nudeln sollten nicht mit eingefroren werden, sondern später frisch gekocht werden. Auch die Karotten und der Lauch können nach dem Auftauen neu zubereitet und hinzugefügt werden.

Die Suppe portionsweise in geeignete Gefäße füllen und beim Einfrieren etwas Platz lassen. Bei einer Temperatur von minus 18 Grad kann sie etwa 2 bis 3 Monate in guter Qualität aufbewahrt werden.

Vor dem Servieren die Suppe langsam auftauen und gründlich erhitzen. Anschließend frisches Gemüse und separat gekochte Nudeln hinzufügen.

Omas kräftige Rindfleischsuppe mit Nudeln und Suppengemüse ist ein traditionelles, wärmendes Gericht, das mit einfachen Zutaten zubereitet wird. Die lange Kochzeit sorgt für eine aromatische Brühe und zartes Fleisch. Durch das frische Gemüse und die Nudeln entsteht eine ausgewogene Suppe, die sich sowohl für den Alltag als auch für ein gemütliches Familienessen eignet.

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