Diese klassische Hühnersuppe mit zartem Hähnchenfleisch, frischem Gemüse und feinen Nudeln ist ein einfaches und wärmendes Gericht für die ganze Familie. Sie eignet sich besonders gut für kalte Tage, als leichtes Mittagessen oder als gemütliches Abendessen.
Die Suppe wird mit wenigen Zutaten zubereitet und erhält durch das Anschwitzen des Gemüses ein besonders aromatisches Grundaroma. Das Hähnchenfleisch wird sanft gegart, anschließend zerkleinert und wieder in die Brühe gegeben. Dadurch bleibt es zart und verteilt sich gleichmäßig in der Suppe.
Zutaten für 4 bis 6 Portionen
400 bis 500 g Hähnchenbrustfilet
150 g Suppennudeln oder Fadennudeln
2 große Karotten
2 Stangen Lauch
150 g Knollensellerie
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1,5 bis 1,8 Liter Wasser
2 Esslöffel Olivenöl oder Butter
1 Lorbeerblatt
1 Teelöffel Salz, nach Geschmack
½ Teelöffel schwarzer Pfeffer
½ Teelöffel getrockneter Thymian, optional
3 Esslöffel frisch gehackte Petersilie
1 Teelöffel Zitronensaft, optional
Vorbereitungszeit und Kochzeit
Die Vorbereitungszeit beträgt etwa 15 Minuten. Für die Zubereitung und das Garen werden ungefähr 35 bis 40 Minuten benötigt. Insgesamt dauert das Rezept etwa 55 Minuten. Je nach Größe der Gemüsestücke und verwendeter Nudelsorte kann die genaue Zeit leicht abweichen.
Das Gemüse vorbereiten
Zuerst die Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben sollten möglichst gleichmäßig groß sein, damit sie später gleichzeitig gar werden. Wer möchte, kann die Karotten auch längs halbieren und anschließend in kleine Stücke schneiden.
Den Lauch gründlich waschen. Dafür die äußeren Blätter entfernen, die Stangen längs einschneiden und unter fließendem Wasser abspülen. Zwischen den einzelnen Blättern kann sich häufig Erde sammeln. Anschließend den Lauch in feine oder mittelgroße Ringe schneiden.
Den Knollensellerie schälen und in kleine Würfel schneiden. Sellerie ist fest und benötigt etwas länger zum Garen als der Lauch. Deshalb sollten die Würfel nicht zu groß sein.
Die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen. Die Zwiebel fein hacken und den Knoblauch ebenfalls klein schneiden oder durch eine Knoblauchpresse drücken. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Ein Teil der Petersilie wird in die fertige Suppe eingerührt, der restliche Teil kann zum Servieren verwendet werden.
Das Gemüse anschwitzen
Das Olivenöl oder die Butter in einem großen Suppentopf bei mittlerer Hitze erwärmen. Sobald das Fett heiß ist, die gehackte Zwiebel hineingeben und etwa drei Minuten glasig dünsten. Die Zwiebel sollte weich werden, aber nicht dunkelbraun braten.
Anschließend den Knoblauch hinzufügen und kurz mitdünsten. Da Knoblauch schnell bitter werden kann, sollte er nur für kurze Zeit erhitzt werden.
Nun die vorbereiteten Karotten, den Lauch und den Knollensellerie in den Topf geben. Alles gut miteinander vermischen und unter gelegentlichem Rühren etwa vier bis fünf Minuten anschwitzen. Durch diesen Schritt können sich die Aromen des Gemüses besser entfalten. Außerdem erhält die Suppe dadurch einen intensiveren Geschmack, als wenn das Gemüse direkt in kaltes Wasser gegeben wird.
Das Hähnchenfleisch hinzufügen
Die Hähnchenbrustfilets im Ganzen zum angeschwitzten Gemüse in den Topf legen. Anschließend 1,5 bis 1,8 Liter Wasser angießen. Das Fleisch und das Gemüse sollten gut mit Flüssigkeit bedeckt sein.
Das Lorbeerblatt, Salz, schwarzen Pfeffer und nach Wunsch den getrockneten Thymian hinzufügen. Wer eine besonders kräftige Brühe bevorzugt, kann einen Teil des Wassers durch ungesalzene Hühnerbrühe ersetzen. In diesem Fall sollte mit dem Salz vorsichtig umgegangen werden, damit die Suppe nicht zu salzig wird.
Die Suppe langsam erhitzen und zum Kochen bringen. Sobald die Flüssigkeit kocht, die Temperatur reduzieren. Die Suppe sollte nur leicht köcheln und nicht stark sprudelnd kochen.
Die Suppe sanft köcheln lassen
Den Topf mit einem Deckel abdecken, diesen jedoch leicht geöffnet lassen. Die Hühnersuppe etwa 20 bis 25 Minuten sanft köcheln lassen. Die genaue Garzeit hängt von der Dicke der Hähnchenbrustfilets ab.
Das Fleisch ist gar, wenn es vollständig durchgegart ist und sich im Inneren nicht mehr rosa zeigt. Bei Bedarf kann ein Filet vorsichtig aus dem Topf genommen und an der dicksten Stelle angeschnitten werden.
Während des Kochens kann sich an der Oberfläche etwas Schaum bilden. Dieser kann mit einem Löffel oder einer Schaumkelle vorsichtig abgeschöpft werden. Dadurch sieht die Brühe sauberer aus. Die Suppe sollte weiterhin nur sanft köcheln, weil starkes Kochen das Hähnchenfleisch fester machen kann.
Das Hähnchenfleisch zerkleinern
Sobald die Hähnchenbrustfilets gar sind, diese vorsichtig aus dem Topf nehmen. Das Fleisch auf ein Schneidebrett legen und kurz abkühlen lassen, damit es sich leichter verarbeiten lässt.
Anschließend die Hähnchenbrust mit zwei Gabeln in feine, mundgerechte Streifen zupfen. Alternativ kann das Fleisch mit einem Messer in kleine Stücke geschnitten werden. Die Streifen sollten nicht zu groß sein, damit sie sich später gut mit dem Gemüse und den Nudeln verteilen.
Das zerkleinerte Hähnchenfleisch zunächst beiseitestellen. Das Lorbeerblatt aus der Suppe entfernen, bevor die Nudeln hinzugefügt werden.
Die Nudeln in der Suppe garen
Die Suppennudeln oder Fadennudeln direkt in die heiße Brühe geben. Je nach Nudelsorte benötigen sie etwa fünf bis zehn Minuten, bis sie gar sind. Die genaue Kochzeit sollte der Packungsanweisung entnommen werden.
Die Nudeln während des Kochens gelegentlich umrühren, damit sie nicht zusammenkleben oder am Boden des Topfes ansetzen. Sie sollten weich, aber nicht zu stark zerkocht sein. Da sie in der heißen Suppe noch etwas nachgaren, können sie kurz vor dem vollständigen Weichwerden vom Herd genommen werden.
Falls die Suppe durch die Nudeln zu dick wird, kann etwas heißes Wasser hinzugefügt werden. Dabei die Suppe anschließend erneut abschmecken, da zusätzliches Wasser den Geschmack etwas abschwächen kann.
Die Suppe fertigstellen
Das zerkleinerte Hähnchenfleisch wieder in den Topf geben und alles vorsichtig miteinander vermischen. Die Suppe noch einige Minuten erhitzen, damit das Fleisch wieder vollständig warm wird.
Die frisch gehackte Petersilie unterrühren. Einen Teil der Petersilie zum Garnieren zurückbehalten. Die Suppe mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.
Wer eine frische Geschmacksnote bevorzugt, kann einen Teelöffel Zitronensaft hinzufügen. Der Zitronensaft sollte sparsam verwendet werden, damit die Suppe nicht zu sauer wird. Am besten zunächst nur wenige Tropfen einrühren, die Suppe probieren und bei Bedarf etwas mehr hinzufügen.
Vor dem Servieren das Lorbeerblatt kontrollieren und sicherstellen, dass es vollständig entfernt wurde.
Die Hühnersuppe servieren
Die heiße Suppe in tiefe Suppenteller oder Schalen füllen. Jede Portion sollte ausreichend Hähnchenfleisch, Nudeln, Karotten, Lauch und Sellerie enthalten.
Zum Schluss etwas frisch gehackte Petersilie darüberstreuen. Die Suppe schmeckt am besten, wenn sie direkt nach der Zubereitung heiß serviert wird.
Als Beilage passen frisches Bauernbrot, knuspriges Baguette, selbstgemachte Brötchen oder geröstetes Knoblauchbrot. Durch die Nudeln, das Gemüse und das Hähnchenfleisch ist die Suppe auch ohne Beilage eine sättigende Mahlzeit.
Tipps für eine besonders leckere Hühnersuppe
Das Hähnchenfleisch sollte nur sanft köcheln. Starkes sprudelndes Kochen kann dazu führen, dass die Hähnchenbrust trocken und fest wird.
Für eine intensivere Brühe kann ein Teil des Wassers durch ungesalzene Hühnerbrühe ersetzt werden. Die Menge an zusätzlichem Salz sollte dann vorsichtig angepasst werden.
Wenn die Suppe für mehrere Tage vorbereitet wird, ist es sinnvoll, die Nudeln separat zu kochen. Werden sie längere Zeit in der Brühe aufbewahrt, nehmen sie viel Flüssigkeit auf und werden sehr weich. Die Nudeln können nach dem Erwärmen portionsweise in die Suppe gegeben werden.
Neben Petersilie passen auch Schnittlauch oder etwas Liebstöckel gut zu dieser Suppe. Frische Kräuter sollten möglichst erst am Ende hinzugefügt werden, damit ihr Aroma erhalten bleibt.
Das Gemüse kann nach Geschmack ergänzt werden. Erbsen, Pastinaken oder kleine Kartoffelwürfel passen ebenfalls gut zu einer hausgemachten Hühnersuppe. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die unterschiedlichen Gemüsesorten ungefähr zur gleichen Zeit gar werden.
Aufbewahrung und Einfrieren
Die fertige Suppe sollte nach dem Kochen zügig abkühlen und anschließend in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie sollte innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden.
Wenn die Suppe eingefroren werden soll, ist es besser, die Nudeln zunächst wegzulassen. Nudeln können beim Einfrieren und Auftauen weich werden. Stattdessen die Brühe mit dem Hähnchenfleisch und dem Gemüse einfrieren und die Nudeln später frisch zubereiten.
Die Suppe portionsweise in geeignete Gefrierbehälter füllen. Dabei etwas Platz lassen, da sich die Flüssigkeit beim Einfrieren ausdehnt. Bei minus 18 Grad kann die Suppe etwa zwei bis drei Monate in guter Qualität aufbewahrt werden.
Zum Aufwärmen die Suppe langsam auftauen und vollständig erhitzen. Anschließend frisch gekochte Nudeln hinzufügen und die Suppe vor dem Servieren nochmals abschmecken.
Omas Hühnersuppe mit Nudeln und Gemüse ist ein einfacher Klassiker, der mit wenigen Zutaten zubereitet werden kann. Das zarte Hähnchenfleisch, die aromatische Brühe, das frische Gemüse und die feinen Nudeln ergeben eine ausgewogene und wärmende Mahlzeit. Sie passt sowohl zu einem ruhigen Familienessen als auch zu kalten Tagen, an denen ein heißes und herzhaftes Gericht besonders gut schmeckt.


