Dieser saftige Schweinebraten mit würziger Honig-Senf-Glasur ist ein klassisches Ofengericht für gemütliche Familienessen, Sonntage und festliche Anlässe. Das Fleisch wird langsam im Ofen geschmort und bleibt dadurch besonders zart. Eine glänzende Glasur aus Honig, Senf, braunem Zucker und Sojasauce sorgt für eine aromatische, leicht karamellisierte Kruste.
Während der Braten im Ofen gart, entstehen aus Zwiebeln, Knoblauch, Brühe und Apfelsaft intensive Röstaromen. Der Bratensaft wird anschließend zu einer kräftigen Zwiebelsauce verarbeitet und passt hervorragend zu Kartoffelpüree, Knödeln, Rotkohl oder Ofengemüse.
Zutaten für 6 bis 8 Personen
Für den Schweinebraten
1,5 bis 1,8 kg Schweineschulter oder Schweinenacken ohne Knochen
3 große Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
2 Esslöffel Olivenöl
250 ml Fleischbrühe
150 ml Apfelsaft
2 Teelöffel Salz
1 Teelöffel schwarzer Pfeffer
2 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
1 Teelöffel getrockneter Thymian
1 Teelöffel Rosmarin
Für die Honig-Senf-Glasur
4 Esslöffel Honig
3 Esslöffel mittelscharfer Senf
2 Esslöffel brauner Zucker
2 Esslöffel Sojasauce
1 Esslöffel Apfelessig
1 Teelöffel Paprikapulver
1 Esslöffel geschmolzene Butter
Für die Sauce nach Wunsch
1 Esslöffel Speisestärke
2 Esslöffel kaltes Wasser
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Zubereitungszeit
Vorbereitungszeit: etwa 25 Minuten
Anbratzeit: etwa 10 Minuten
Garzeit: etwa 2,5 bis 3 Stunden
Ruhezeit: 10 bis 15 Minuten
Portionen: 6 bis 8
Schwierigkeitsgrad: Einfach bis mittel
Fleisch vorbereiten
Den Schweinebraten zunächst mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Eine trockene Oberfläche ist wichtig, damit das Fleisch beim Anbraten eine schöne Kruste bekommt.
Salz, schwarzen Pfeffer, Paprikapulver, Thymian und Rosmarin in einer kleinen Schüssel miteinander vermischen. Den Schweinebraten rundherum sorgfältig mit der Gewürzmischung einreiben. Dabei die Gewürze leicht in das Fleisch drücken, damit sie besser haften.
Das gewürzte Fleisch etwa 20 bis 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Dadurch kann das Fleisch etwas temperieren und die Gewürze können in die Oberfläche einziehen. Es sollte jedoch nicht länger als nötig ungekühlt stehen bleiben.
Schweinebraten anbraten
Das Olivenöl in einer großen, ofenfesten Pfanne oder einem Bräter erhitzen. Sobald das Öl heiß ist, den Schweinebraten hineinlegen und von allen Seiten kräftig anbraten.
Jede Seite sollte eine goldbraune Farbe bekommen. Das Anbraten dauert insgesamt ungefähr 8 bis 10 Minuten. Dabei entstehen wichtige Röstaromen, die später den Geschmack der Sauce und des gesamten Bratens bestimmen.
Das Fleisch nicht ständig bewegen, sondern einige Minuten auf jeder Seite liegen lassen. Sobald sich eine Kruste gebildet hat, lässt es sich meist leichter wenden.
Zwiebeln und Knoblauch vorbereiten
Die Zwiebeln schälen und in grobe Würfel oder dicke Ringe schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und grob hacken. Die Zwiebeln müssen nicht besonders fein geschnitten werden, da sie während des langen Schmorens weich werden und später direkt Teil der Sauce sind.
Das angebratene Fleisch kurz aus dem Bräter nehmen. Die Zwiebeln und den Knoblauch auf dem Boden des Bräters verteilen und den Braten darauflegen.
Anschließend die Fleischbrühe und den Apfelsaft angießen. Die Flüssigkeit sollte den Boden des Bräters bedecken, das Fleisch aber nicht vollständig bedecken. Brühe und Apfelsaft geben dem Braten eine herzhafte, leicht fruchtige Note und verhindern, dass die Zwiebeln während des Garens anbrennen.
Schweinebraten langsam garen
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Bräter mit einem passenden Deckel verschließen. Falls kein Deckel vorhanden ist, kann der Bräter dicht mit Aluminiumfolie abgedeckt werden. Den Schweinebraten auf der mittleren Schiene in den Ofen stellen und etwa 2 bis 2,5 Stunden langsam schmoren lassen.
Während der Garzeit das Fleisch gelegentlich mit dem Bratensaft übergießen. Dadurch bleibt die Oberfläche feucht und nimmt zusätzlich Aroma auf. Falls die Flüssigkeit im Bräter stark reduziert ist, kann etwas Brühe oder Wasser nachgegossen werden.
Die genaue Garzeit hängt von der Größe und Form des Fleischstücks ab. Ein Bratenthermometer hilft dabei, den richtigen Garzeitpunkt zu bestimmen. Schweineschulter und Schweinenacken werden besonders zart, wenn sie eine Kerntemperatur von etwa 85 bis 90 °C erreichen.
Honig-Senf-Glasur zubereiten
Während das Fleisch im Ofen schmort, kann die Glasur vorbereitet werden.
Honig, mittelscharfen Senf, braunen Zucker, Sojasauce, Apfelessig, Paprikapulver und geschmolzene Butter in einer kleinen Schüssel miteinander verrühren. Die Mischung sollte glatt und dickflüssig sein.
Die Glasur schmeckt würzig, leicht süß und durch den Apfelessig angenehm frisch. Wer eine kräftigere Senfnote bevorzugt, kann etwas mehr Senf verwenden. Da Sojasauce bereits Salz enthält, muss die Glasur normalerweise nicht zusätzlich gesalzen werden.
Braten glasieren
Nach der ersten Garzeit den Deckel oder die Aluminiumfolie entfernen. Den Schweinebraten großzügig mit der vorbereiteten Honig-Senf-Glasur bestreichen.
Die Temperatur des Backofens auf 190 °C erhöhen. Den Braten anschließend offen weitere 20 bis 35 Minuten garen. Während dieser Zeit die Oberfläche mehrmals mit der restlichen Glasur oder dem Bratensaft bestreichen.
Durch die höhere Temperatur karamellisiert der Honig und bildet eine glänzende, würzige Kruste. Der Braten sollte dabei regelmäßig kontrolliert werden, da Honig und brauner Zucker schnell dunkel werden können. Wird die Oberfläche zu kräftig gebräunt, kann die Temperatur reduziert oder der Braten locker mit Aluminiumfolie abgedeckt werden.
Der Schweinebraten ist fertig, wenn er vollständig durchgegart ist und die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat. Die Oberfläche sollte goldbraun und leicht klebrig glänzend sein.
Braten ruhen lassen
Den fertigen Braten aus dem Ofen nehmen und auf ein Schneidebrett legen. Vor dem Anschneiden mindestens 10 bis 15 Minuten ruhen lassen.
Während dieser Ruhezeit verteilt sich der Fleischsaft wieder im Inneren des Bratens. Dadurch bleibt das Fleisch beim Aufschneiden saftiger und verliert weniger Flüssigkeit. Den Braten am besten locker mit Aluminiumfolie abdecken, ohne ihn fest einzuwickeln.
Anschließend das Fleisch mit einem scharfen Messer in gleichmäßige Scheiben schneiden. Je nach gewünschter Größe können die Scheiben dünner oder etwas dicker geschnitten werden.
Zwiebelsauce zubereiten
Den Bratensaft zusammen mit den weichen Zwiebeln aus dem Bräter in einen kleinen Topf geben. Die Sauce einige Minuten einkochen lassen, damit sich der Geschmack intensiviert.
Wer eine besonders feine Sauce bevorzugt, kann sie anschließend pürieren. Für eine rustikale Zwiebelsauce bleiben die Zwiebelstücke einfach erhalten.
Falls die Sauce dicker werden soll, einen Esslöffel Speisestärke mit zwei Esslöffeln kaltem Wasser glatt verrühren. Die Mischung unter ständigem Rühren in die kochende Sauce geben. Die Sauce kurz aufkochen lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht.
Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dabei vorsichtig salzen, da die Fleischbrühe und die Sojasauce bereits Würze enthalten können.
Servieren
Die aufgeschnittenen Fleischscheiben auf einer Servierplatte anrichten und mit etwas Zwiebelsauce übergießen. Die restliche Sauce separat in einer Schüssel oder Sauciere servieren.
Besonders gut passen Kartoffelpüree, Salzkartoffeln, Semmelknödel oder Kartoffelknödel dazu. Auch Rotkohl, Ofengemüse, grüne Bohnen oder ein frischer grüner Salat ergänzen den Schweinebraten hervorragend.
Die Kombination aus zartem Fleisch, süß-würziger Kruste und kräftiger Zwiebelsauce macht dieses Gericht besonders aromatisch und sättigend.
Tipps für ein gutes Ergebnis
Schweineschulter und Schweinenacken eignen sich besonders gut, weil sie ausreichend Fett und Bindegewebe enthalten. Beim langsamen Schmoren werden diese Stücke weich und saftig.
Der Braten sollte nicht von Anfang an mit der Honig-Senf-Glasur bestrichen werden. Honig und Zucker könnten bei der langen Garzeit verbrennen. Die Glasur wird deshalb erst gegen Ende aufgetragen.
Eine moderate Ofentemperatur sorgt dafür, dass das Fleisch gleichmäßig gart. Zu hohe Hitze kann die Oberfläche austrocknen, bevor das Innere zart ist.
Das Fleisch sollte nach dem Garen unbedingt ruhen. Dieser Schritt sorgt dafür, dass der Braten beim Schneiden weniger Saft verliert.
Aufbewahrung und Aufwärmen
Reste innerhalb von zwei Stunden nach dem Essen abkühlen lassen und anschließend gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält sich der Schweinebraten etwa 3 bis 4 Tage.
Zum Aufwärmen die Fleischscheiben zusammen mit etwas Zwiebelsauce in einen Topf geben und bei niedriger Hitze langsam erwärmen. Die Sauce schützt das Fleisch davor, trocken zu werden. Das Gericht sollte vollständig heiß sein, bevor es serviert wird.
Der Schweinebraten kann auch portionsweise eingefroren werden. Dafür Fleisch und Sauce vollständig abkühlen lassen, luftdicht verpacken und möglichst innerhalb von 2 bis 3 Monaten verbrauchen.
Dieser saftige Schweinebraten mit Honig-Senf-Glasur und Zwiebelsauce ist ein unkompliziertes Ofengericht mit besonders kräftigem Geschmack. Durch das langsame Schmoren wird das Fleisch zart, während die Glasur für eine aromatische Kruste sorgt. Die würzige Zwiebelsauce rundet das Gericht ab und macht es zu einer passenden Mahlzeit für die ganze Familie.


