Dieser cremige Blätterteig-Vanillekuchen besteht aus zwei knusprig gebackenen Blätterteigböden und einer luftigen Vanillecreme. Die Kombination aus goldbraunem Blätterteig, feiner Vanillenote und zarter Sahnefüllung erinnert an klassische Cremeschnitten und ist ein beliebtes Dessert für die ganze Familie.
Der Kuchen lässt sich mit wenigen Zutaten zubereiten und eignet sich besonders gut für den Sonntagskaffee, Geburtstage, Familienfeiern oder besondere Anlässe. Obwohl die Zubereitung einfach ist, sollte ausreichend Kühlzeit eingeplant werden. Dadurch wird die Creme fest, der Kuchen lässt sich sauber schneiden und die einzelnen Schichten bleiben stabil.
Das Rezept ist für eine Springform mit 24 cm Durchmesser geeignet und ergibt etwa 10 bis 12 Stücke.
Zeitangaben
Vorbereitungszeit: etwa 35 Minuten
Backzeit: 15 bis 20 Minuten pro Blätterteigboden
Kühlzeit: mindestens 6 Stunden
Ideale Kühlzeit: 8 bis 12 Stunden über Nacht
Gesamtzeit: mindestens 7 Stunden einschließlich Kühlzeit
Portionen: 10 bis 12 Stücke
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Zutaten
Für den Blätterteig
2 Rollen frischer Blätterteig aus dem Kühlregal, jeweils etwa 275 g
1 Eigelb
1 Esslöffel Milch
Puderzucker zum Bestäuben
Für die Vanillecreme
1 Liter Vollmilch
2 Päckchen Vanillepuddingpulver zum Kochen
120 g Zucker
2 Eigelb
1 Teelöffel Vanilleextrakt
Für die luftige Sahnefüllung
400 ml kalte Schlagsahne
2 Päckchen Sahnesteif
2 Päckchen Vanillezucker
Die Vanillecreme vorbereiten
Zuerst wird die Vanillecreme gekocht, da sie vollständig abkühlen muss, bevor die geschlagene Sahne untergehoben werden kann.
Etwa 200 ml Milch in eine Schüssel geben. Das Vanillepuddingpulver, den Zucker, die Eigelbe und den Vanilleextrakt hinzufügen. Alles mit einem Schneebesen gründlich verrühren, bis eine glatte Mischung ohne Klümpchen entsteht.
Die übrige Milch in einen großen Topf geben und langsam erhitzen. Die Milch sollte heiß werden, aber nicht über den Topfrand steigen. Sobald sie zu kochen beginnt, die Puddingmischung unter ständigem Rühren langsam dazugießen.
Die Mischung bei mittlerer Hitze weiter erhitzen und mit einem Schneebesen rühren, bis die Creme deutlich eindickt. Sobald sie blubbert, die Vanillecreme unter ständigem Rühren etwa eine Minute weiterkochen lassen. Dadurch wird das Puddingpulver vollständig gebunden und die Creme erhält eine stabile Konsistenz.
Den Topf vom Herd nehmen und die fertige Vanillecreme in eine saubere Schüssel füllen. Die Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie abdecken. Die Folie sollte unmittelbar auf der Creme liegen, damit sich beim Abkühlen keine Haut bildet.
Die Creme zunächst bei Raumtemperatur etwas abkühlen lassen und anschließend in den Kühlschrank stellen. Sie muss vollständig kalt sein, bevor die Sahne untergehoben wird. Dieser Schritt kann mehrere Stunden dauern. Für eine gute Vorbereitung kann die Vanillecreme bereits am Vortag gekocht werden.
Den Blätterteig vorbereiten
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die beiden Rollen Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen und vorsichtig ausrollen.
Für die Springform mit 24 cm Durchmesser werden zwei runde Blätterteigböden benötigt. Den Boden der Springform als Schablone verwenden und aus jeder Blätterteigplatte einen Kreis mit etwa 24 cm Durchmesser ausschneiden.
Die Teigkreise auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Den ersten Blätterteigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Dadurch kann die Luft beim Backen entweichen und der Teig geht nicht zu stark und ungleichmäßig auf.
Das Eigelb mit einem Esslöffel Milch verrühren. Einen der Blätterteigböden vorsichtig mit der Eigelb-Milch-Mischung bestreichen. Dadurch erhält er nach dem Backen eine schöne goldbraune Farbe.
Der obere Boden kann etwas weniger eingestochen werden, damit er luftig und leicht aufgeht. Wenn später besonders saubere Kuchenstücke gewünscht sind, kann der obere Blätterteigboden vor dem Backen mit einem scharfen Messer leicht in 10 bis 12 Stücke eingeritzt werden. Er sollte dabei nicht vollständig durchgeschnitten werden.
Die Blätterteigböden backen
Den ersten Blätterteigboden im vorgeheizten Backofen etwa 15 bis 20 Minuten backen. Er sollte goldbraun, knusprig und vollständig durchgebacken sein.
Anschließend den zweiten Boden auf die gleiche Weise backen. Je nach Backofen kann die genaue Backzeit leicht variieren. Der Teig sollte nicht zu hell bleiben, aber auch nicht zu dunkel werden.
Nach dem Backen die Böden vorsichtig aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. Warmer Blätterteig darf nicht mit der Creme zusammengesetzt werden, da die Füllung sonst weich werden und ihre Stabilität verlieren kann.
Die Böden sollten auf einem Kuchengitter abkühlen. Dadurch kann die warme Luft auch von der Unterseite entweichen und der Blätterteig bleibt möglichst knusprig.
Die Sahne vorbereiten
Sobald die Vanillecreme vollständig abgekühlt ist, kann die Sahne zubereitet werden.
Die kalte Schlagsahne in eine hohe Rührschüssel geben. Sahnesteif und Vanillezucker hinzufügen. Die Sahne mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine steif schlagen.
Die Sahne sollte eine feste, aber noch glatte Konsistenz haben. Sie darf nicht zu lange geschlagen werden, da sie sonst körnig werden oder sich in Butter und Flüssigkeit trennen kann.
Die kalte Vanillecreme kurz mit dem Handrührgerät glatt rühren. Anschließend die geschlagene Sahne portionsweise vorsichtig unter die Creme heben. Dafür am besten einen Teigschaber verwenden.
Die Sahne nicht kräftig unterrühren, sondern langsam unterheben. So bleibt die Füllung luftig und locker. Am Ende sollte eine glatte, helle und standfeste Vanillecreme entstehen.
Den Kuchen zusammensetzen
Den unteren Blätterteigboden vorsichtig auf den Boden der 24-cm-Springform legen. Anschließend den Springformrand um den Boden schließen.
Die gesamte Vanillecreme auf dem unteren Blätterteig verteilen. Mit einem Teigschaber gleichmäßig glatt streichen. Die Creme sollte bis zum Rand verteilt werden, damit der Kuchen später eine gleichmäßige Form erhält.
Den zweiten Blätterteigboden vorsichtig auf die Creme legen. Dabei nicht zu stark drücken, da die luftige Füllung sonst herausgedrückt werden kann. Wenn der obere Boden bereits vor dem Backen eingeritzt wurde, lassen sich die späteren Kuchenstücke leichter schneiden.
Falls der obere Blätterteigboden nicht vor dem Backen geteilt wurde, sollte er nur leicht auf die Creme gelegt werden. Beim Schneiden kann der Blätterteig leicht brechen. Ein scharfes Sägemesser hilft dabei, die Oberfläche möglichst sauber zu durchtrennen.
Den Kuchen kühlen
Den zusammengesetzten Kuchen in der Springform mindestens 6 Stunden im Kühlschrank kühlen.
Die beste Konsistenz erhält der Kuchen, wenn er über Nacht kühlen darf. Eine Kühlzeit von etwa 8 bis 12 Stunden sorgt dafür, dass die Vanillecreme vollständig fest wird und der Kuchen beim Anschneiden seine Form behält.
Während der Kühlzeit verbinden sich außerdem die Aromen der Vanillecreme und des Blätterteigs. Der Kuchen sollte während dieser gesamten Zeit abgedeckt im Kühlschrank stehen, damit er keine fremden Gerüche annimmt und die Oberfläche geschützt bleibt.
Die Kühldauer sollte nicht verkürzt werden. Wird der Kuchen zu früh angeschnitten, kann die Creme herauslaufen und die Stücke lassen sich nicht sauber portionieren.
Servieren
Nach der vollständigen Kühlzeit den Springformrand vorsichtig lösen. Falls die Creme am Rand klebt, kann mit einem dünnen Messer vorsichtig zwischen Kuchen und Form entlanggefahren werden.
Den Kuchen nach Belieben großzügig mit Puderzucker bestäuben. Anschließend mit einem scharfen Sägemesser in 10 bis 12 Stücke schneiden.
Das Messer nach jedem Schnitt kurz abwischen. So bleiben die einzelnen Stücke sauberer und die Vanillecreme wird nicht an der Oberfläche verteilt.
Der Kuchen sollte gut gekühlt serviert werden. Bei Raumtemperatur wird die Creme mit der Zeit weicher.
Tipps für ein gutes Ergebnis
Die Vanillecreme muss vollständig abgekühlt sein, bevor die geschlagene Sahne untergehoben wird. Warme Creme würde die Sahne schmelzen lassen und die Füllung instabil machen.
Auch die Blätterteigböden müssen vollständig ausgekühlt sein. Werden sie noch warm zusammengesetzt, kann der Kuchenboden weich werden.
Für eine stabile Füllung sollte die Sahne direkt aus dem Kühlschrank kommen. Eine kalte Schüssel kann zusätzlich dabei helfen, dass die Sahne schneller steif wird.
Der obere Blätterteigboden sollte vorsichtig aufgelegt werden. Zu viel Druck kann die Creme an den Seiten herausdrücken.
Der Kuchen darf erst nach mindestens 6 Stunden Kühlzeit angeschnitten werden. Noch besser ist eine Kühlung über Nacht.
Variationen
Für eine fruchtige Variante können frische Himbeeren oder dünne Erdbeerscheiben auf der Vanillecreme verteilt werden, bevor der obere Boden aufgelegt wird.
Für eine Zitronenvariante etwas fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone in die abgekühlte Vanillecreme geben. Das sorgt für eine frische und leicht säuerliche Note.
Für mehr Vanillegeschmack kann zusätzlich das Mark einer Vanilleschote verwendet werden.
Wer eine knusprige Mandeloberfläche bevorzugt, kann die Blätterteigböden vor dem Backen mit gehobelten Mandeln bestreuen. Die Mandeln sollten leicht angedrückt werden, damit sie nicht vom Teig fallen.
Auch eine dünne Schicht Himbeerpüree oder Erdbeermarmelade zwischen Blätterteigboden und Vanillecreme ist möglich. Die Fruchtschicht sollte jedoch nicht zu flüssig sein.
Aufbewahrung
Den fertigen Kuchen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Wegen der enthaltenen Milchprodukte und Eier sollte er durchgehend gekühlt bleiben.
Der Kuchen schmeckt am besten innerhalb von 1 bis 2 Tagen. Mit der Zeit kann der Blätterteig durch die Feuchtigkeit der Creme etwas weicher werden.
Der Kuchen sollte nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen. Besonders bei warmem Wetter wird die Creme schnell weich.
Dieser cremige Blätterteig-Vanillekuchen verbindet knusprige Teigschichten mit einer luftigen und aromatischen Vanillefüllung. Durch die lange Kühlzeit wird er stabil, lässt sich sauber schneiden und eignet sich hervorragend für besondere Anlässe. Die Zubereitung erfordert etwas Planung, ist aber mit den richtigen Arbeitsschritten einfach umzusetzen.


