Asiatische gebratene Nudeln mit zartem Rindfleisch

Diese asiatischen gebratenen Nudeln mit zartem Rindfleisch, knackigem Brokkoli und frischer Paprika sind ein schnelles, aromatisches und sättigendes Gericht für die ganze Familie. Die Nudeln werden zusammen mit dem Gemüse in einer würzigen Sauce gebraten und anschließend mit kurz angebratenem Rindfleisch vermischt.

Die Sauce besteht aus Sojasauce, Austernsauce, Honig, Sesamöl und Reisessig. Dadurch entsteht eine ausgewogene Mischung aus würzigen, leicht süßlichen und frischen Aromen. Die Speisestärke sorgt dafür, dass die Sauce leicht eindickt und sich gleichmäßig um die Nudeln legt.

Das Gericht ist in etwa 30 Minuten fertig und schmeckt wie frisch aus einem asiatischen Restaurant. Es eignet sich außerdem sehr gut für die Vorbereitung und kann am nächsten Tag problemlos aufgewärmt werden.

Zutaten für 4 Portionen

Für die Nudeln und das Fleisch

400 g asiatische Eiernudeln oder Mie-Nudeln

400 g Rindfleisch, zum Beispiel Hüftsteak

1 mittelgroßer Brokkoli

1 rote Paprikaschote

1 große Karotte

1 Zwiebel

3 Knoblauchzehen

3 Esslöffel Pflanzenöl

1 Teelöffel frisch geriebener Ingwer

1 Esslöffel Sesamsamen

Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Für die würzige Sauce

5 Esslöffel Sojasauce

2 Esslöffel Austernsauce

1 Esslöffel Honig

1 Esslöffel Sesamöl

1 Esslöffel Reisessig

100 ml Wasser

1 Teelöffel Speisestärke

½ Teelöffel Chiliflocken, optional

Nach Wunsch etwas frisch geschnittene Frühlingszwiebel zum Garnieren

Zubereitungszeit

Vorbereitungszeit: etwa 15 Minuten

Kochzeit: etwa 15 Minuten

Gesamtzeit: etwa 30 Minuten

Portionen: 4

Schwierigkeitsgrad: Einfach

Nudeln vorbereiten

Zuerst die asiatischen Eiernudeln oder Mie-Nudeln nach Packungsanweisung in leicht gesalzenem Wasser kochen. Die Nudeln sollten nicht zu weich werden, da sie später noch gemeinsam mit dem Gemüse und der Sauce in der Pfanne weitergaren.

Nach dem Kochen die Nudeln in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Anschließend kurz mit kaltem Wasser abschrecken. Dadurch wird der Garprozess unterbrochen und die Nudeln kleben nicht so leicht zusammen.

Die abgetropften Nudeln mit etwas Öl vermischen und beiseitestellen. Dabei darauf achten, nicht zu viel Öl zu verwenden, da die Nudeln später noch mit der Sauce vermischt werden. Falls die Nudeln sehr lang sind, können sie vor dem Braten mit einer Küchenschere etwas gekürzt werden.

Rindfleisch schneiden und würzen

Das Rindfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen. Anschließend das Fleisch quer zur Faser in dünne Streifen schneiden. Dieser Schritt ist besonders wichtig, weil das Rindfleisch dadurch beim kurzen und scharfen Braten zarter bleibt.

Die Fleischstreifen in eine Schüssel geben und mit etwas schwarzem Pfeffer sowie einem Esslöffel Sojasauce würzen. Alles gründlich vermischen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. In dieser Zeit kann das Fleisch bereits etwas Geschmack aufnehmen.

Das Fleisch sollte vor dem Braten möglichst trocken sein. Zu viel Flüssigkeit in der Schüssel kann dazu führen, dass das Rindfleisch in der Pfanne nicht richtig brät, sondern eher gedünstet wird.

Gemüse vorbereiten

Den Brokkoli gründlich waschen und in kleine, möglichst gleich große Röschen teilen. Sehr große Röschen können halbiert werden, damit sie in der kurzen Bratzeit gleichmäßig gar werden.

Die rote Paprikaschote waschen, halbieren und die Kerne sowie die weißen Innenhäute entfernen. Anschließend die Paprika in dünne Streifen schneiden.

Die Karotte schälen und ebenfalls in feine Streifen schneiden. Dünne Streifen garen schnell und behalten trotzdem eine angenehme Festigkeit.

Die Zwiebel schälen und in halbe Ringe schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Den Ingwer schälen und frisch reiben. Alle Zutaten sollten vorbereitet sein, bevor der eigentliche Bratvorgang beginnt, da das Gericht in der heißen Pfanne sehr schnell zubereitet wird.

Sauce anrühren

Für die Sauce Sojasauce, Austernsauce, Honig, Sesamöl, Reisessig und Wasser in einer kleinen Schüssel miteinander verrühren.

Die Speisestärke hinzufügen und gründlich einrühren. Es sollten keine Klümpchen zurückbleiben. Die Speisestärke setzt sich nach kurzer Zeit am Boden ab, deshalb sollte die Sauce unmittelbar vor der Verwendung noch einmal gut umgerührt werden.

Nach Geschmack die Chiliflocken hinzufügen. Wer es milder mag, kann die Chiliflocken weglassen. Die Sauce sollte zunächst kräftig schmecken, da sie später die Nudeln, das Gemüse und das Fleisch würzt.

Rindfleisch scharf anbraten

Eine große Pfanne oder einen Wok auf hoher Temperatur erhitzen. Die Pfanne sollte sehr heiß sein, bevor das Fleisch hineingegeben wird.

Zwei Esslöffel Pflanzenöl in die heiße Pfanne geben. Das Rindfleisch portionsweise hinzufügen. Es ist besser, das Fleisch in zwei oder drei Portionen zu braten, anstatt die gesamte Menge auf einmal in die Pfanne zu geben.

Die Fleischstreifen jeweils etwa 2 bis 3 Minuten scharf anbraten, bis sie von außen schön gebräunt sind. Das Fleisch sollte nicht unnötig lange gebraten werden, da es sonst trocken und fest werden kann.

Das gebratene Rindfleisch aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller beiseitestellen. Die Pfanne muss nicht gereinigt werden. Die darin verbliebenen Bratrückstände geben dem Gemüse zusätzliches Aroma.

Gemüse knackig braten

Das restliche Pflanzenöl in dieselbe Pfanne geben. Zuerst die Zwiebel, die Karottenstreifen und den Brokkoli hinzufügen.

Das Gemüse etwa 4 Minuten unter regelmäßigem Rühren anbraten. Der Brokkoli soll gar werden, aber noch etwas Biss behalten. Die Karotten dürfen leicht weich werden, sollten aber ebenfalls nicht zerfallen.

Anschließend die Paprikastreifen dazugeben und weitere 2 bis 3 Minuten braten. Die Paprika benötigt etwas weniger Zeit als Brokkoli und Karotten und sollte deshalb erst später in die Pfanne kommen.

Nun den gehackten Knoblauch und den frisch geriebenen Ingwer hinzufügen. Beides kurz mitbraten, bis es angenehm duftet. Der Knoblauch sollte nicht zu dunkel werden, da er sonst bitter schmecken kann.

Nudeln und Sauce hinzufügen

Die vorgekochten Nudeln zum gebratenen Gemüse geben. Die vorbereitete Sauce noch einmal gründlich umrühren und anschließend über die Nudeln und das Gemüse gießen.

Alles mit zwei Kochlöffeln oder einer Küchenzange vorsichtig vermischen. Die Nudeln sollten möglichst gleichmäßig mit der Sauce überzogen werden.

Das Ganze bei mittlerer Hitze etwa 2 bis 3 Minuten braten. Dabei die Nudeln regelmäßig wenden, damit sie nicht am Pfannenboden ansetzen. Durch die Speisestärke wird die Sauce leicht dickflüssig und verbindet sich mit den Nudeln.

Falls die Mischung zu trocken wirkt, kann ein kleiner Schuss Wasser hinzugefügt werden. Wird die Sauce dagegen zu flüssig, sollte das Gericht noch kurz weitergebraten werden.

Rindfleisch unterheben

Das angebratene Rindfleisch wieder in die Pfanne geben. Alles vorsichtig miteinander vermischen und weitere 1 bis 2 Minuten erhitzen.

Das Fleisch soll vollständig warm werden, aber nicht unnötig lange weitergaren. Die Sauce sollte jetzt leicht eingedickt sein und die Nudeln glänzend umhüllen.

Vor dem Servieren das Gericht probieren. Je nach verwendeter Sojasauce kann noch etwas Pfeffer oder eine kleine Menge Salz notwendig sein. Mit Salz sollte jedoch vorsichtig umgegangen werden, weil Sojasauce und Austernsauce bereits salzig sind.

Servieren

Die fertigen gebratenen Nudeln auf großen Tellern oder in Schalen anrichten. Mit Sesamsamen bestreuen und nach Wunsch mit frisch geschnittenen Frühlingszwiebeln garnieren.

Das Gericht am besten sofort heiß servieren. Die Kombination aus zartem Rindfleisch, knackigem Gemüse und würziger Sauce schmeckt besonders gut, wenn die Nudeln direkt aus der Pfanne auf den Teller kommen.

Tipps für besonders gute gebratene Nudeln

Das Rindfleisch sollte immer quer zur Faser geschnitten werden. Dadurch werden die langen Muskelfasern verkürzt und das Fleisch wird beim Braten deutlich zarter.

Eine sehr heiße Pfanne sorgt für schöne Röstaromen. Wenn die Pfanne nicht heiß genug ist, gibt das Fleisch viel Flüssigkeit ab und wird eher gekocht als gebraten.

Die Nudeln sollten nicht zu weich gekocht werden. Sie garen später in der Pfanne noch weiter und behalten so eine angenehm bissfeste Konsistenz.

Das Gemüse sollte nicht zu lange gebraten werden. Brokkoli, Paprika und Karotten schmecken besonders gut, wenn sie gar, aber noch leicht knackig sind.

Das Fleisch am besten portionsweise braten. Wenn zu viel Fleisch gleichzeitig in der Pfanne liegt, sinkt die Temperatur und es entstehen weniger Röstaromen.

Ein paar Tropfen Sesamöl kurz vor dem Servieren können das Aroma zusätzlich verstärken. Da Sesamöl einen intensiven Geschmack hat, genügt bereits eine kleine Menge.

Gemüse variieren

Das Rezept kann einfach verändert werden. Statt oder zusätzlich zu Brokkoli und Paprika passen auch Zuckerschoten, Champignons, Zucchini oder Pak Choi.

Auch Frühlingszwiebeln können direkt mit dem Gemüse gebraten oder erst zum Schluss frisch über das Gericht gestreut werden. Wer eine etwas schärfere Variante bevorzugt, kann die Menge der Chiliflocken erhöhen.

Für eine mildere Sauce kann ein Teil der Sojasauce durch Wasser ersetzt werden. Wer eine intensivere Würze bevorzugt, kann etwas mehr Austernsauce verwenden.

Aufbewahrung und Meal Prep

Die fertigen Nudeln nach dem Kochen zügig abkühlen lassen und in luftdicht verschlossenen Behältern im Kühlschrank aufbewahren.

Bei maximal 4 °C sollten die Reste innerhalb von 2 Tagen verbraucht werden. Das Gericht beim Aufwärmen vollständig erhitzen.

Zum Aufwärmen etwas Wasser in eine Pfanne geben und die Nudeln bei mittlerer Hitze unter regelmäßigem Rühren erwärmen. Das Wasser verhindert, dass die Nudeln zu trocken werden oder an der Pfanne kleben.

Falls die Sauce beim Aufwärmen sehr dick geworden ist, kann zusätzlich etwas Wasser eingerührt werden. Danach das Gericht kurz weiter erhitzen und vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Diese asiatischen gebratenen Nudeln mit Rindfleisch, Brokkoli und Paprika sind ein unkompliziertes Familienessen, das schnell zubereitet ist und trotzdem besonders aromatisch schmeckt. Die zarten Fleischstreifen, das knackige Gemüse, die leicht süßliche Sauce und die weichen, aber bissfesten Nudeln ergeben eine ausgewogene Kombination.

Das Gericht eignet sich für ein schnelles Mittagessen, ein gemütliches Abendessen oder zum Vorbereiten für den nächsten Tag.

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