Apfel-Blätterteigringe sind ein einfaches und köstliches Gebäck, das mit wenigen Zutaten zubereitet werden kann. Die Kombination aus saftigen Apfelringen, knusprigem Blätterteig, Zimt und Zucker macht dieses Rezept besonders aromatisch. Beim Backen wird der Teig goldbraun und blättert schön auf, während die Äpfel im Inneren weich werden und ihren fruchtigen Geschmack entfalten.
Das Gebäck eignet sich hervorragend für den Nachmittagskaffee, einen gemütlichen Brunch oder als süße Kleinigkeit für Gäste. Auch Kinder helfen gerne bei der Zubereitung, besonders beim Wickeln des Blätterteigs um die Apfelringe. Nach dem Backen können die Ringe mit Aprikosenmarmelade bestrichen und mit Puderzucker bestäubt werden. Dadurch erhalten sie eine glänzende Oberfläche und sehen fast wie feines Gebäck aus einer Konditorei aus.
Zutaten für 8 bis 10 Stück
2 Rollen frischer Blätterteig, jeweils etwa 275 g
2 bis 3 große, feste Äpfel
1 Ei
2 Esslöffel Milch
2 Esslöffel Zucker
1 Teelöffel Zimt
1 Esslöffel Zitronensaft
2 Esslöffel Aprikosenmarmelade
2 Esslöffel Puderzucker zum Bestäuben
Etwas Mehl für die Arbeitsfläche
Vorbereitung der Äpfel
Zuerst die Äpfel gründlich unter kaltem Wasser waschen und anschließend mit einem sauberen Küchentuch trocken tupfen. Für dieses Rezept eignen sich feste Apfelsorten besonders gut. Elstar, Braeburn, Jonagold oder Pink Lady behalten beim Backen ihre Form und werden trotzdem angenehm weich. Sehr mehlige Äpfel können dagegen leicht zerfallen und lassen sich schlechter mit dem Blätterteig umwickeln.
Die Äpfel mit einem scharfen Messer in etwa ein bis eineinhalb Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Versuchen Sie, die Scheiben möglichst gleichmäßig zu schneiden, damit sie später gleichzeitig gar werden. Mit einem kleinen runden Ausstecher, einem passenden Glas oder einem Apfelausstecher das Kerngehäuse aus der Mitte jeder Scheibe entfernen. Auf diese Weise entstehen gleichmäßige Apfelringe.
Die vorbereiteten Apfelringe mit etwas Zitronensaft beträufeln. Der Zitronensaft verhindert, dass sich die Schnittflächen schnell braun verfärben. Außerdem bringt er eine leichte Säure in das Rezept und harmoniert sehr gut mit der Süße von Zucker, Marmelade und Puderzucker. Die Apfelringe nur leicht mit Zitronensaft benetzen, damit sie nicht zu feucht werden.
Zimt und Zucker vorbereiten
Den Zucker und den Zimt in einer kleinen Schüssel miteinander vermischen. Wenn Sie den Geschmack etwas abwechslungsreicher gestalten möchten, können Sie zusätzlich eine kleine Prise Kardamom oder etwas Vanillezucker hinzufügen. Auch ein wenig fein abgeriebene Zitronenschale passt gut zu den Äpfeln.
Die Apfelringe von beiden Seiten leicht mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen. Drücken Sie die Mischung nicht zu fest an, weil sie sonst beim Wickeln des Teigs an den Händen kleben kann. Es reicht aus, wenn die Apfelringe dünn gewürzt sind. Ein Teil der Würze verbindet sich später beim Backen mit dem austretenden Fruchtsaft und bildet eine aromatische Schicht unter dem Blätterteig.
Den Blätterteig vorbereiten
Den Blätterteig erst kurz vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Kalt lässt er sich besser schneiden und um die Apfelringe wickeln. Wird der Teig zu warm, kann er weich und klebrig werden. In diesem Fall lassen sich die Streifen nur schwer verarbeiten und gehen im Backofen möglicherweise nicht so schön auf.
Die Blätterteigrollen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Beide Teigplatten mit einem scharfen Messer oder einem Pizzaschneider in etwa ein bis eineinhalb Zentimeter breite Streifen schneiden. Die Streifen sollten möglichst lang sein. Falls ein Streifen zu kurz ist, können zwei Streifen an den Enden leicht zusammengedrückt werden.
Achten Sie darauf, den Blätterteig nicht unnötig stark zu dehnen. Seine feinen Schichten sorgen dafür, dass das Gebäck beim Backen luftig und knusprig wird. Wenn die Streifen zu stark gezogen oder zusammengedrückt werden, kann die typische Blätterteigstruktur verloren gehen.
Die Apfelringe umwickeln
Nun wird jeder Apfelring mit den Blätterteigstreifen umwickelt. Nehmen Sie einen Apfelring und führen Sie einen Blätterteigstreifen durch die Öffnung in der Mitte. Wickeln Sie den Teig spiralförmig um den gesamten Ring. Dabei sollte der Teig leicht überlappen, damit möglichst wenig Apfel an der Oberfläche frei bleibt.
Wickeln Sie den Streifen nicht zu eng um den Apfel. Der Blätterteig braucht etwas Platz, um beim Backen aufzugehen. Gleichzeitig sollte er aber so anliegen, dass er nicht sofort verrutscht. Falls ein Streifen nicht für den gesamten Apfelring ausreicht, kann ein weiterer Streifen angesetzt werden. Drücken Sie die Enden vorsichtig zusammen und legen Sie die Verbindung möglichst an die Unterseite des Rings.
Je nach Größe der Apfelringe kann für einen Ring ein ganzer oder ein halber Blätterteigstreifen benötigt werden. Die fertigen Ringe auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Lassen Sie zwischen den einzelnen Stücken etwas Abstand, weil der Teig während des Backens aufgeht.
Die Eiermilch herstellen
Das Ei in eine kleine Schüssel geben und mit der Milch gründlich verquirlen. Die Eiermilch sorgt dafür, dass der Blätterteig beim Backen eine goldbraune und leicht glänzende Oberfläche bekommt. Mit einem Backpinsel die Oberseite und die sichtbaren Seiten der Apfel-Blätterteigringe sorgfältig bestreichen.
Versuchen Sie, nicht zu viel Eiermilch in die Zwischenräume laufen zu lassen. Flüssigkeit auf dem Backpapier kann schnell festbacken und die Ringe an der Unterseite kleben lassen. Ein dünner, gleichmäßiger Überzug reicht vollkommen aus.
Wer möchte, kann die Ringe nach dem Bestreichen noch sehr sparsam mit etwas zusätzlichem Zimt und Zucker bestreuen. Zu viel Zucker kann jedoch schnell dunkel werden oder karamellisieren. Deshalb sollte die zusätzliche Schicht nur sehr dünn aufgetragen werden.
Die Apfel-Blätterteigringe backen
Den Backofen rechtzeitig auf 200 Grad Ober- und Unterhitze oder 180 Grad Umluft vorheizen. Ein gut vorgeheizter Backofen ist wichtig, damit der Blätterteig sofort aufgehen kann. Wird das Gebäck in einen noch kalten Ofen gestellt, kann die Butter im Teig schmelzen, bevor sich die einzelnen Teigschichten richtig entfalten.
Das Backblech in die mittlere Schiene des Backofens schieben. Die Apfel-Blätterteigringe etwa 20 bis 25 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn der Teig deutlich aufgegangen und gleichmäßig goldbraun ist. Die genaue Backzeit kann je nach Backofen, Größe der Apfelringe und Dicke der Teigschicht etwas variieren.
Wenn die Ringe nach 20 Minuten noch sehr hell aussehen, können sie einige Minuten länger gebacken werden. Kontrollieren Sie das Gebäck dabei regelmäßig, damit der Blätterteig nicht zu dunkel wird. Die Äpfel sollten weich, aber nicht vollständig zerfallen sein.
Die Oberfläche verfeinern
Während die Apfel-Blätterteigringe im Ofen backen, kann die Aprikosenmarmelade vorbereitet werden. Die Marmelade in einen kleinen Topf geben und bei niedriger Temperatur vorsichtig erwärmen. Wenn sie sehr fest ist, kann ein Teelöffel Wasser eingerührt werden. Die Marmelade sollte flüssig genug sein, um sie dünn aufzutragen, aber nicht heiß kochen.
Die fertig gebackenen Ringe aus dem Ofen nehmen und einige Minuten abkühlen lassen. Anschließend die noch warmen Ringe mit der flüssigen Aprikosenmarmelade bestreichen. Dadurch entsteht eine glänzende Oberfläche, und die fruchtige Marmelade ergänzt den Geschmack der Äpfel sehr gut.
Zum Schluss die Apfel-Blätterteigringe mit Puderzucker bestäuben. Das funktioniert am besten, wenn das Gebäck bereits etwas abgekühlt ist. Ist es noch sehr heiß, kann der Puderzucker schnell schmelzen und auf der Oberfläche verschwinden.
Tipps für besonders knusprige Apfel-Blätterteigringe
Der Blätterteig sollte möglichst kalt verarbeitet werden. Wenn die vorbereiteten Ringe vor dem Backen zehn Minuten in den Kühlschrank gestellt werden, kann der Teig besonders schön aufgehen. Diese kurze Ruhezeit ist vor allem an warmen Tagen sinnvoll.
Die Apfelscheiben sollten nicht zu dick sein. Bei einer Dicke von etwa einem bis eineinhalb Zentimetern werden sie im Backofen weich, ohne den Blätterteig zu sehr zu durchfeuchten. Sehr dicke Scheiben bleiben möglicherweise hart, während sehr dünne Scheiben schnell zerfallen.
Achten Sie darauf, die Apfelringe nach dem Beträufeln mit Zitronensaft nicht nass auf den Teig zu legen. Überschüssige Flüssigkeit kann vorsichtig mit einem Küchentuch abgetupft werden. So bleibt der Blätterteig besser knusprig.
Für eine zusätzliche Füllung können die Äpfel vor dem Umwickeln sehr dünn mit Aprikosenmarmelade bestrichen werden. Auch etwas gehackte Mandeln oder fein zerbröselte Butterkekse passen gut. Verwenden Sie davon jedoch nur eine kleine Menge, damit sich der Blätterteig weiterhin problemlos um den Ring wickeln lässt.
Serviervorschläge
Die Apfel-Blätterteigringe schmecken am besten frisch und leicht warm. Sie können pur zu Kaffee, Tee oder heißer Schokolade serviert werden. Besonders lecker sind sie mit einer Kugel Vanilleeis. Die Wärme des Gebäcks und die Kälte des Eises bilden einen angenehmen Gegensatz.
Auch Schlagsahne, Vanillesoße oder etwas Naturjoghurt passen sehr gut dazu. Für eine festliche Präsentation können die Ringe auf einer großen Platte angerichtet und kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäubt werden.
Zubereitungszeit und Aufbewahrung
Die Vorbereitungszeit beträgt etwa 20 Minuten. Für das Backen werden ungefähr 20 bis 25 Minuten benötigt. Insgesamt sollte man mit etwa 45 Minuten rechnen. Das Rezept ergibt je nach Größe der Äpfel und Ringe etwa acht bis zehn Stück.
Am knusprigsten schmecken die Apfel-Blätterteigringe am Tag der Zubereitung. Übrig gebliebenes Gebäck kann in einem luftdicht verschlossenen Behälter aufbewahrt werden. Der Blätterteig verliert dabei jedoch etwas von seiner Knusprigkeit. Vor dem Servieren können die Ringe einige Minuten im Backofen erwärmt werden. In der Mikrowelle werden sie dagegen eher weich.
Mit wenigen Zutaten und einfachen Arbeitsschritten entsteht ein duftendes, goldbraunes Gebäck, das fruchtig, knusprig und angenehm süß schmeckt. Die Apfel-Blätterteigringe sind unkompliziert genug für den Alltag und gleichzeitig dekorativ genug für Gäste und besondere Anlässe.


