Luftige Quarkkissen mit Puderzucker – Außen goldbraun

Diese kleinen, goldbraunen Quarkkissen sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie sich aus einfachen Zutaten eine besonders köstliche Süßspeise zubereiten lässt. Außen besitzen sie eine zarte, leicht knusprige Oberfläche, während das Innere weich, locker und angenehm saftig bleibt. Eine großzügige Schicht Puderzucker macht die kleinen Gebäckstücke zu einem echten Genuss.

Die hübsche Kissenform macht dieses Gebäck besonders attraktiv. Ob zum Nachmittagskaffee, als süßer Snack für die Familie oder als kleine Überraschung für Gäste – frisch zubereitete Quarkkissen passen zu vielen Gelegenheiten.

Das Beste daran ist, dass für dieses Rezept weder komplizierte Zutaten noch besondere Backkenntnisse erforderlich sind. Mit etwas Geduld und der richtigen Zubereitung entstehen herrlich aufgegangene Teigkissen, die geschmacklich an klassische Krapfen erinnern.

 Rezept und Zutaten

Was sind Quarkkissen?

Quarkkissen sind kleine, meist quadratische Teigstücke, die in heißem Fett goldbraun ausgebacken werden. Ihre charakteristische Form entsteht durch das Zuschneiden des Teigs in kleine Quadrate oder Rechtecke.

Während des Ausbackens geht der Teig auf und bildet eine lockere, luftige Struktur. Durch den Quark erhält er eine angenehme Feuchtigkeit und einen besonders zarten Geschmack.

Im Gegensatz zu klassischen Hefekrapfen kann diese Variante mit Backpulver zubereitet werden. Dadurch entfällt eine lange Gehzeit, und das Gebäck ist deutlich schneller fertig.

Die fertigen Kissen werden mit Puderzucker bestäubt und am besten noch leicht warm serviert.

Rezeptinformationen

Vorbereitungszeit: 20 Minuten

Ruhezeit: 15 Minuten

Ausbackzeit: 15–20 Minuten

Gesamtzeit: ungefähr 50–55 Minuten

Portionen: 25–30 kleine Quarkkissen

Schwierigkeitsgrad: Einfach

Zubereitungsart: In heißem Fett ausbacken

Zutaten für die Quarkkissen

  • 350 g Weizenmehl, Type 405

  • 250 g Quark, vorzugsweise 20 % Fett

  • 2 Eier, Größe M

  • 70 g Zucker

  • 1 Päckchen Vanillezucker

  • 12 g Backpulver

  • 40 g weiche Butter

  • 2 Esslöffel Milch, falls erforderlich

  • 1 Prise Salz

  • 1 Teelöffel fein abgeriebene Zitronenschale, optional

  • 1 Liter neutrales Pflanzenöl zum Ausbacken, je nach Topfgröße

  • 80 g Puderzucker zum Bestäuben

Warum Quark für dieses Gebäck wichtig ist

Quark gehört zu den wichtigsten Zutaten dieses Rezepts. Er sorgt dafür, dass die Teigkissen auch nach dem Ausbacken angenehm weich und saftig bleiben.

Durch seinen Feuchtigkeitsgehalt erhält der Teig eine geschmeidige Konsistenz, ohne dass große Mengen Butter oder Milch benötigt werden.

Besonders gut eignet sich Quark mit einem Fettgehalt von 20 Prozent. Er bietet eine ausgewogene Mischung aus Cremigkeit und Feuchtigkeit.

Magerquark kann ebenfalls verwendet werden. Allerdings kann das Gebäck damit etwas weniger zart werden.

Ist der Quark sehr feucht, sollte er vor der Verarbeitung kurz in einem Sieb abtropfen. So lässt sich die Teigkonsistenz besser kontrollieren.

Welches Mehl eignet sich am besten?

Für besonders lockere Quarkkissen empfiehlt sich Weizenmehl Type 405.

Dieses Mehl besitzt eine feine Struktur und eignet sich hervorragend für süßes Gebäck.

Alternativ kann Weizenmehl Type 550 verwendet werden. Damit erhält der Teig möglicherweise eine etwas festere Struktur.

Wichtig ist, das Mehl nicht vollständig auf einmal einzuarbeiten, wenn der Quark sehr trocken ist.

Der fertige Teig sollte weich und geschmeidig sein, aber nicht stark an den Händen kleben.

Zu viel Mehl kann dazu führen, dass die Quarkkissen nach dem Ausbacken trocken werden.

Warum Backpulver statt Hefe?

Bei diesem Rezept wird Backpulver als Triebmittel verwendet.

Dadurch lässt sich der Teig schnell und unkompliziert zubereiten.

Während des Ausbackens setzt das Backpulver Gase frei, die den Teig auflockern und für die charakteristische Kissenform sorgen.

Anders als bei Hefeteig ist keine längere Gärzeit erforderlich.

Eine kurze Ruhezeit von ungefähr 15 Minuten reicht aus, damit sich der Teig entspannt und anschließend leichter ausrollen lässt.

Wer eine besonders brotartige, elastische Konsistenz bevorzugt, kann Quarkkissen auch mit Hefeteig herstellen. Für diese schnelle Variante ist Backpulver jedoch ideal.

Die richtige Temperatur beim Ausbacken

Ein entscheidender Faktor für gelungene Quarkkissen ist die Temperatur des Frittieröls.

Das Öl sollte ungefähr 170–175 °C heiß sein.

Bei zu niedriger Temperatur saugt der Teig übermäßig viel Fett auf und wird schwer.

Ist das Öl zu heiß, bräunen die Kissen außen sehr schnell, während das Innere möglicherweise noch nicht vollständig durchgebacken ist.

Ein Küchenthermometer erleichtert die Kontrolle erheblich.

Außerdem sollten nicht zu viele Teigstücke gleichzeitig in den Topf gegeben werden, da dadurch die Temperatur des Öls stark absinken kann.

Welche Küchenutensilien werden benötigt?

Für die Zubereitung reichen einige einfache Küchenutensilien aus.

Eine große Rührschüssel wird zum Vermischen der Zutaten benötigt.

Ein Handrührgerät mit Knethaken oder eine Küchenmaschine erleichtert die Teigherstellung.

Zum Ausrollen eignet sich ein klassisches Nudelholz.

Ein Teigrad oder ein scharfes Messer hilft dabei, gleichmäßige Quadrate zu schneiden.

Für das Ausbacken empfiehlt sich ein tiefer, stabiler Topf mit schwerem Boden.

Zusätzlich werden eine Schaumkelle, Küchenpapier und ein kleines Sieb für den Puderzucker benötigt.

Teil 2: Schritt-für-Schritt-Zubereitung

Schritt 1: Die Zutaten vorbereiten

Zunächst alle Zutaten abwiegen und bereitstellen.

Die Eier und den Quark ungefähr 15 Minuten vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen.

Dadurch lassen sich die Zutaten leichter miteinander vermischen.

Die Butter sollte weich, aber nicht geschmolzen sein.

Das Mehl mit dem Backpulver in einer separaten Schüssel vermengen.

Wer eine besonders feine Teigstruktur bevorzugt, kann die Mischung zusätzlich durchsieben.

Schritt 2: Eier und Zucker verrühren

Die Eier in eine große Rührschüssel geben.

Zucker, Vanillezucker und eine Prise Salz hinzufügen.

Die Mischung mit einem Handrührgerät ungefähr zwei bis drei Minuten aufschlagen.

Dabei entsteht eine hellere, leicht cremige Masse.

Dieser Schritt sorgt dafür, dass sich der Zucker gleichmäßig verteilt und etwas Luft in den Teig eingearbeitet wird.

Anschließend die weiche Butter hinzufügen und kurz unterrühren.

Schritt 3: Den Quark einarbeiten

Den Quark zur Eier-Zucker-Mischung geben.

Alles gründlich verrühren, bis eine möglichst gleichmäßige Masse entstanden ist.

Falls gewünscht, die fein abgeriebene Zitronenschale hinzufügen.

Sie verleiht den Quarkkissen ein angenehmes, frisches Aroma.

Darauf achten, nur den gelben Teil der Zitronenschale zu verwenden, da die weiße Schicht darunter bitter schmecken kann.

Schritt 4: Den Teig herstellen

Die Mehl-Backpulver-Mischung portionsweise zu den feuchten Zutaten geben.

Zunächst mit einem Löffel oder Knethaken verrühren.

Anschließend den Teig kurz mit den Händen zusammenfügen.

Falls er zu trocken erscheint, ein bis zwei Esslöffel Milch hinzufügen.

Ist der Teig dagegen sehr klebrig, kann etwas zusätzliches Mehl eingearbeitet werden.

Dabei sparsam vorgehen, damit das fertige Gebäck nicht zu fest wird.

Der Teig sollte weich, formbar und leicht elastisch sein.

Schritt 5: Den Teig ruhen lassen

Den fertigen Teig zu einer Kugel formen.

In der Rührschüssel lassen und mit einem sauberen Küchentuch abdecken.

Ungefähr 15 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Während dieser Zeit verteilt sich die Feuchtigkeit gleichmäßiger im Mehl.

Dadurch lässt sich der Teig anschließend einfacher ausrollen.

Da Backpulver verwendet wird, sollte die Ruhezeit nicht unnötig verlängert werden.

Schritt 6: Den Teig ausrollen

Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben.

Den Teig darauflegen und mit einem Nudelholz gleichmäßig ausrollen.

Für besonders schöne, aufgegangene Quarkkissen empfiehlt sich eine Teigdicke von ungefähr 8–10 mm.

Wird der Teig zu dünn ausgerollt, bleiben die Kissen flacher.

Ein zu dicker Teig benötigt dagegen mehr Zeit beim Ausbacken.

Darauf achten, dass die Teigplatte möglichst gleichmäßig dick ist.

Schritt 7: Kleine Quadrate schneiden

Die ausgerollte Teigplatte mit einem scharfen Messer oder Teigrad in Quadrate schneiden.

Eine Größe von ungefähr 5 × 5 cm eignet sich besonders gut.

Wer kleinere Quarkkissen bevorzugt, kann die Stücke entsprechend kleiner zuschneiden.

Die Teigquadrate vorsichtig voneinander trennen und auf einer leicht bemehlten Fläche ablegen.

Teigreste können erneut zusammengedrückt, ausgerollt und zugeschnitten werden.

Dabei möglichst wenig zusätzliches Mehl verwenden.

Schritt 8: Das Öl erhitzen

Das Pflanzenöl in einen tiefen Topf geben.

Der Topf sollte aus Sicherheitsgründen höchstens etwa zur Hälfte mit Öl gefüllt sein.

Das Öl langsam auf ungefähr 170–175 °C erhitzen.

Die Temperatur mit einem Küchenthermometer kontrollieren.

Während des Ausbackens den Topf niemals unbeaufsichtigt lassen.

Schritt 9: Die Quarkkissen ausbacken

Mehrere Teigquadrate vorsichtig in das heiße Öl geben.

Dabei genügend Abstand zwischen den Stücken lassen.

Die Quarkkissen beginnen nach kurzer Zeit aufzugehen.

Sie sollten ungefähr zwei bis drei Minuten pro Seite ausbacken, abhängig von ihrer Größe und Dicke.

Sobald die Unterseite goldbraun ist, die Kissen vorsichtig wenden.

Die zweite Seite ebenfalls goldbraun backen.

Bei Bedarf die Temperatur etwas reduzieren, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird.

Ein besonders dickes Stück zur Kontrolle aufschneiden. Das Innere sollte vollständig durchgegart und nicht mehr teigig sein.

Schritt 10: Überschüssiges Fett entfernen

Die fertig ausgebackenen Quarkkissen mit einer Schaumkelle aus dem Öl nehmen.

Kurz über dem Topf abtropfen lassen.

Anschließend auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller oder auf ein Abtropfgitter legen.

Die restlichen Teigstücke portionsweise auf die gleiche Weise ausbacken.

Zwischen den einzelnen Portionen die Öltemperatur kontrollieren.

So erhalten alle Quarkkissen eine gleichmäßige, goldbraune Oberfläche.

Schritt 11: Mit Puderzucker bestäuben

Die Quarkkissen einige Minuten abkühlen lassen.

Sie sollten noch leicht warm sein, wenn der Puderzucker darübergegeben wird.

Den Puderzucker in ein kleines Sieb füllen.

Die Gebäckstücke großzügig bestäuben, bis die Oberfläche von einer feinen weißen Schicht bedeckt ist.

Wer eine besonders schöne Optik erzielen möchte, kann die Kissen kurz vor dem Servieren ein zweites Mal bestäuben.

Schritt 12: Die Quarkkissen servieren

Die fertigen Quarkkissen auf einer großen Servierplatte anrichten.

Besonders hübsch wirken sie auf einem Teller mit einem farbenfrohen Muster.

Die kleinen Gebäckstücke können locker übereinandergestapelt werden.

Frisch und leicht warm schmecken sie am besten.

Dazu passen Kaffee, Tee, heiße Schokolade oder ein Glas Milch.

Tipps für besonders luftige Quarkkissen

Den Teig nicht zu lange kneten

Zu langes Kneten kann dazu führen, dass das Gebäck fester wird.

Deshalb sollte der Teig nur so lange bearbeitet werden, bis sich alle Zutaten miteinander verbunden haben.

Eine weiche, geschmeidige Konsistenz ist ideal.

Nicht zu viel Mehl verwenden

Ein häufiger Fehler bei Quarkgebäck ist die Zugabe von zu viel Mehl.

Der Teig darf leicht weich sein.

Wird er durch übermäßiges Mehl zu fest, verlieren die Quarkkissen einen Teil ihrer lockeren Struktur.

Auf die Öltemperatur achten

Die Temperatur sollte während des gesamten Ausbackens möglichst konstant bleiben.

Zu heißes Öl führt zu einer schnellen Bräunung der Oberfläche.

Zu kaltes Öl macht das Gebäck fettiger.

Mit einer Temperatur von ungefähr 170–175 °C lassen sich gute Ergebnisse erzielen.

Die Quarkkissen frisch servieren

Wie viele frittierte Gebäcke schmecken Quarkkissen unmittelbar nach der Zubereitung am besten.

Dann ist die Oberfläche noch leicht knusprig und das Innere besonders weich.

Nach längerer Lagerung verlieren sie einen Teil dieser angenehmen Konsistenz.

Köstliche Variationen

Quarkkissen mit Zimt und Zucker

Anstelle von Puderzucker können die noch warmen Quarkkissen in einer Mischung aus Zucker und gemahlenem Zimt gewendet werden.

Dadurch erhalten sie ein besonders aromatisches, leicht würziges Aroma.

Quarkkissen mit Vanillefüllung

Nach dem Ausbacken können die abgekühlten Kissen mithilfe eines Spritzbeutels mit Vanillecreme gefüllt werden.

Dadurch entsteht eine besonders cremige Variante.

Quarkkissen mit Marmelade

Auch Erdbeer-, Aprikosen- oder Himbeermarmelade eignet sich als Füllung.

Die Marmelade sollte möglichst glatt sein, damit sie sich leicht einspritzen lässt.

Quarkkissen mit Schokolade

Wer Schokolade liebt, kann die abgekühlten Quarkkissen teilweise in geschmolzene Schokolade tauchen.

Anschließend die Schokolade fest werden lassen.

Eine Kombination aus dunkler Schokolade und etwas Puderzucker sieht besonders dekorativ aus.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Quarkkissen schmecken frisch am besten.

Reste können nach dem vollständigen Abkühlen in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Sie sollten möglichst innerhalb von zwei Tagen verzehrt werden.

Vor dem Servieren können sie kurz im Backofen bei ungefähr 150 °C erwärmt werden.

Anschließend erneut mit etwas Puderzucker bestäuben.

Die Quarkkissen können auch ohne Puderzucker eingefroren werden.

Nach dem Auftauen kurz erwärmen und frisch bestäuben.

Häufig gestellte Fragen

Warum gehen meine Quarkkissen nicht richtig auf?

Möglicherweise ist das Backpulver nicht mehr ausreichend aktiv, der Teig wurde zu dünn ausgerollt oder das Öl hatte nicht die richtige Temperatur.

Auch ein zu fester Teig kann das Aufgehen beeinträchtigen.

Kann ich die Quarkkissen im Backofen zubereiten?

Ja, eine Backofenvariante ist möglich. Die Textur unterscheidet sich jedoch von der frittierten Version.

Bei ungefähr 180 °C Ober-/Unterhitze benötigen kleine Teigkissen etwa 15–20 Minuten, abhängig von ihrer Größe.

Sie werden dabei eher weich und gebäckartig als typisch frittiert.

Kann ich Magerquark verwenden?

Ja, Magerquark eignet sich ebenfalls.

Das Gebäck kann dadurch allerdings etwas weniger saftig werden.

Kann ich den Teig am Vortag vorbereiten?

Da der Teig Backpulver enthält, ist eine längere Lagerung nicht ideal.

Für das beste Ergebnis sollte er möglichst frisch zubereitet und zeitnah ausgebacken werden.

Fazit

Diese luftigen Quarkkissen mit Puderzucker sind eine köstliche Süßspeise, die mit einfachen Zutaten und ohne großen Aufwand gelingt.

Ihre goldbraune Oberfläche, das weiche Innere und die feine Süße machen sie zu einem beliebten Gebäck für die ganze Familie.

Besonders frisch und noch leicht warm sind die kleinen Kissen ein Genuss. Ob klassisch mit Puderzucker, mit Zimt und Zucker oder mit einer fruchtigen Füllung – dieses Rezept lässt sich vielseitig abwandeln und eignet sich hervorragend für gemütliche Nachmittage, Familienfeiern oder als süße Überraschung zwischendurch.

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