Herzhafte Rindfleisch-Gemüsesuppe mit Nudeln

 

Herzhafte Rindfleisch-Gemüsesuppe mit Nudeln ist ein wärmendes und sättigendes Gericht für die ganze Familie. Zart gekochtes Rindfleisch, kräftige Brühe, Möhren, Lauch, Sellerie, Erbsen und kleine Nudeln ergeben eine vollständige Mahlzeit aus einem Topf. Die Suppe eignet sich besonders gut für kalte Tage, wenn ein unkompliziertes, hausgemachtes Essen gefragt ist.

Das Rindfleisch wird langsam in Wasser oder Rinderbrühe gegart, bis es weich ist und sich leicht schneiden lässt. Während dieser Zeit gibt es seinen kräftigen Geschmack an die Flüssigkeit ab. Lorbeerblätter, Pfeffer, Thymian, Zwiebel und Knoblauch verleihen der Brühe zusätzliches Aroma. Das Gemüse wird erst später hinzugefügt, damit es weich wird, aber nicht zerfällt. Die Nudeln und Erbsen kommen zum Schluss in den Topf und machen die Suppe besonders sättigend.

Je nach verwendetem Fleischstück kann die Kochzeit etwas variieren. Geeignet sind beispielsweise Rinderbrust, Beinscheiben ohne oder mit Knochen, Querrippe oder ein anderes Rindfleisch, das sich zum langen Kochen eignet. Fleischstücke mit etwas Bindegewebe geben der Brühe besonders viel Geschmack und werden durch langsames Garen angenehm zart.

Geschmack und Konsistenz

Die Suppe schmeckt kräftig, herzhaft und angenehm würzig. Das Rindfleisch verleiht der Brühe eine intensive Grundlage, während Möhren für eine leichte Süße sorgen. Lauch und Sellerie bringen würzige Gemüsearomen mit. Erbsen ergänzen die Suppe mit einer milden Süße und einer schönen Farbe.

Die Brühe sollte klar bis leicht sämig sein. Durch die Nudeln kann sie während des Kochens etwas dicker werden, da diese einen Teil der Flüssigkeit aufnehmen. Wenn die Suppe nach dem Aufwärmen zu dick geworden ist, kann sie mit etwas Brühe oder Wasser verdünnt werden.

Wer eine besonders kräftige Suppe bevorzugt, kann Rinderbrühe anstelle von Wasser verwenden. Bei einer milderen Variante reicht Wasser aus, da das Fleisch, Gemüse und die Gewürze trotzdem viel Geschmack entwickeln. Auch ein kleiner Teil der Zwiebel kann mit Schale mitgekocht werden. Die Schale verleiht der Brühe eine kräftigere Farbe, muss vor dem Servieren jedoch entfernt werden.

Zutaten für sechs Personen

700 g Rindfleisch zum Kochen

200 g kleine Nudeln

3 Möhren

2 Stangen Lauch

150 g Erbsen

½ Knollensellerie

1 große Zwiebel

2 Knoblauchzehen

2 Liter Wasser oder Rinderbrühe

2 Lorbeerblätter

1 TL getrockneter Thymian

½ TL schwarzer Pfeffer

Salz nach Geschmack

1 EL Öl

1 Bund frische Petersilie

Das Rindfleisch vorbereiten

Nimm das Rindfleisch aus der Verpackung und tupfe es mit Küchenpapier trocken. Entferne nur sehr große, dicke Fettstücke oder besonders harte Sehnen. Eine gewisse Menge Fett und Bindegewebe darf am Fleisch bleiben, da es während des langen Kochens Geschmack und Saftigkeit liefert.

Wenn das Fleisch sehr groß ist, kannst du es in zwei oder drei Stücke teilen. Kleinere Stücke garen etwas gleichmäßiger und lassen sich später leichter portionieren. Wenn du eine besonders kräftige Brühe möchtest, kannst du das Fleisch jedoch auch am Stück kochen.

Erhitze das Öl in einem großen Topf. Brate das Rindfleisch darin von mehreren Seiten kurz an, bis es eine leichte braune Farbe bekommt. Dieser Schritt ist nicht zwingend erforderlich, sorgt aber für zusätzliche Röstaromen. Falls du es besonders einfach halten möchtest, kannst du das Fleisch auch direkt in die kalte Flüssigkeit geben.

Gib anschließend Wasser oder Rinderbrühe in den Topf. Die Flüssigkeit sollte das Fleisch vollständig bedecken. Wenn nötig, kannst du etwas mehr Wasser hinzufügen. Gib Lorbeerblätter, schwarzen Pfeffer und zunächst eine kleine Menge Salz dazu.

Rindfleisch langsam garen

Bringe die Flüssigkeit langsam zum Kochen. An der Oberfläche kann sich während des Aufkochens etwas Schaum bilden. Diesen kannst du mit einer Schaumkelle vorsichtig abschöpfen. Dadurch wird die Brühe klarer und erhält eine angenehmere Konsistenz.

Sobald die Flüssigkeit kocht, reduzierst du die Hitze deutlich. Die Suppe sollte nur leicht köcheln. Ein starkes Sprudeln kann dazu führen, dass das Fleisch fester wird und die Brühe trüber aussieht. Setze den Deckel leicht schräg auf den Topf, damit ein Teil des Dampfes entweichen kann.

Lasse das Rindfleisch etwa 60 bis 90 Minuten garen. Die genaue Zeit hängt vom Fleischstück und von der Größe der Stücke ab. Prüfe nach ungefähr einer Stunde mit einer Gabel, ob das Fleisch bereits weich ist. Wenn sich die Gabel leicht hineinstechen lässt, ist es fast fertig.

Besonders bei Rindfleisch mit mehr Bindegewebe kann eine längere Garzeit notwendig sein. Falls das Fleisch nach 90 Minuten noch fest ist, lasse es einfach weiterköcheln und prüfe die Konsistenz regelmäßig. Langsames Garen sorgt dafür, dass das Fleisch zart wird und sich später gut in mundgerechte Stücke teilen lässt.

Gemüse vorbereiten

Während das Fleisch kocht, kannst du das Gemüse vorbereiten. Schäle die Möhren und schneide sie in dünne Scheiben oder halbe Scheiben. Die Stücke sollten nicht zu klein sein, damit sie während des Kochens ihre Form behalten.

Schäle den Sellerie und schneide ihn in mundgerechte Würfel. Sellerie kann beim Schneiden etwas faserig sein. Entferne besonders harte Stellen, bevor du ihn würfelst. Die Würfel dürfen etwas kleiner als die Kartoffelstücke in anderen Suppen sein, da Sellerie ein kräftiges Aroma besitzt.

Entferne beim Lauch die Wurzel und welke äußere Blätter. Schneide die Stangen längs auf und wasche sie gründlich unter fließendem Wasser. Zwischen den einzelnen Schichten kann sich Erde befinden. Schneide den Lauch anschließend in dicke Ringe.

Schäle die Zwiebel und hacke sie fein. Die Knoblauchzehen werden ebenfalls geschält und fein gehackt oder durch eine Knoblauchpresse gedrückt. Wenn du einen besonders milden Geschmack bevorzugst, kannst du die Zwiebel stattdessen in grobe Würfel schneiden.

Fleisch aus der Brühe nehmen

Sobald das Rindfleisch weich ist, nimmst du es vorsichtig aus dem Topf. Verwende dafür eine große Schaumkelle oder zwei Kochlöffel. Lege das Fleisch auf einen Teller oder ein Schneidebrett und lasse es einige Minuten abkühlen.

Entferne Lorbeerblätter und besonders große Gewürzreste aus der Brühe. Wenn sich erneut Schaum oder Fett an der Oberfläche gesammelt hat, kannst du die Brühe noch einmal abschöpfen. Ein wenig Fett darf jedoch in der Suppe bleiben, da es Geschmack trägt und die Brühe abrundet.

Schneide das abgekühlte Rindfleisch in mundgerechte Stücke. Entferne dabei harte Sehnen oder sehr feste Stellen. Das Fleisch sollte möglichst quer zur Faser geschnitten werden. Dadurch wird es beim Essen zarter und lässt sich leichter kauen.

Wenn du das Fleisch erst später wieder in den Topf gibst, kannst du es mit etwas Brühe bedecken. So bleibt es saftig und trocknet nicht aus.

Gemüse in der Brühe garen

Gib Möhren, Sellerie, Lauch, Zwiebel und Knoblauch in die heiße Brühe. Bringe die Suppe erneut zum Kochen und reduziere anschließend die Temperatur. Lasse das Gemüse etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln.

Rühre gelegentlich vorsichtig um. Besonders die Lauchringe können zunächst an der Oberfläche schwimmen und verteilen sich nach kurzer Zeit besser in der Brühe. Das Gemüse sollte weich werden, aber noch etwas Biss behalten.

Prüfe nach ungefähr zehn Minuten ein Stück Möhre und Sellerie. Wenn das Gemüse noch sehr fest ist, lasse es einige Minuten weitergaren. Die genaue Garzeit hängt davon ab, wie groß du die Stücke geschnitten hast.

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