Geschmorte Hähnchenschenkel mit Paprika in Tomatensauce

Geschmorte Hähnchenschenkel mit Paprika in Tomatensauce sind ein herzhaftes und unkompliziertes Gericht für die ganze Familie. Saftiges Hähnchenfleisch, knusprige Haut, süße Paprika und eine kräftige Tomatensauce verbinden sich in einem einzigen Topf zu einer aromatischen Mahlzeit. Durch das Anbraten erhalten die Hähnchenoberkeulen eine schöne Farbe und entwickeln ein intensives Aroma. Anschließend schmoren sie langsam in der würzigen Sauce, bis das Fleisch zart und saftig ist.

Das Gericht eignet sich besonders gut für ein gemütliches Mittag- oder Abendessen. Es lässt sich ohne viele komplizierte Arbeitsschritte zubereiten und kann direkt im ofenfesten Topf auf den Tisch gebracht werden. Die Tomatensauce nimmt während des Schmorens den Geschmack des Hähnchens, der Paprika, der Zwiebeln und der Gewürze auf. Dadurch entsteht eine kräftige Grundlage, die hervorragend zu Brot, Reis, Kartoffeln oder Nudeln passt.

Die Kombination aus roter und gelber Paprika sorgt nicht nur für Farbe, sondern auch für eine ausgewogene Süße. Rote Zwiebeln geben der Sauce zusätzliche Würze und werden beim Schmoren angenehm weich. Knoblauch, Oregano, Rosmarin und geräuchertes Paprikapulver verleihen dem Gericht eine mediterrane Note mit leicht rauchigem Geschmack.

Zutaten für vier Personen

6 Hähnchenoberkeulen

2 rote Paprika

1 gelbe Paprika

2 rote Zwiebeln

3 Knoblauchzehen

400 g gehackte Tomaten

2 EL Tomatenmark

200 ml Hühnerbrühe

2 EL Olivenöl

1 TL Paprikapulver, edelsüß

½ TL geräuchertes Paprikapulver

1 TL getrockneter Oregano

1 Zweig Rosmarin

Salz nach Geschmack

Schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Frische Petersilie zum Servieren

Das Hähnchen vorbereiten

Nimm die Hähnchenoberkeulen aus der Verpackung und tupfe sie gründlich mit Küchenpapier trocken. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Haut beim Anbraten eine schöne goldbraune Farbe bekommt. Befindet sich zu viel Feuchtigkeit auf dem Fleisch, beginnt es eher zu dünsten, anstatt kräftig anzubraten.

Würze die Hähnchenoberkeulen von allen Seiten mit Salz, schwarzem Pfeffer und dem edelsüßen Paprikapulver. Verteile die Gewürze gleichmäßig und reibe sie leicht in die Haut ein. Wenn du möchtest, kannst du das gewürzte Hähnchen vor dem Braten einige Minuten ruhen lassen. So können sich die Aromen etwas mit dem Fleisch verbinden.

Achte darauf, das geräucherte Paprikapulver nicht bereits vollständig auf die Hähnchenhaut zu geben, da es beim sehr heißen Anbraten schnell dunkel werden kann. Es kommt später in die Sauce und entfaltet dort sein rauchiges Aroma, ohne bitter zu werden.

Das Gemüse schneiden

Wasche die Paprika und entferne die Stiele, Kerne und weißen Innenhäute. Schneide die Schoten anschließend in breite Streifen. Die Streifen sollten nicht zu dünn sein, damit sie während des Schmorens ihre Form behalten und nicht vollständig zerfallen.

Schäle die roten Zwiebeln und schneide sie in Spalten. Die Zwiebelstücke dürfen ruhig etwas größer sein, da sie beim Garen weicher werden und sich in der Sauce verteilen. Schäle außerdem die Knoblauchzehen und hacke sie fein. Wenn du den Knoblauch besonders gleichmäßig verteilen möchtest, kannst du ihn auch durch eine Knoblauchpresse drücken.

Stelle alle vorbereiteten Zutaten neben den Herd. Da die einzelnen Schritte direkt aufeinander folgen, ist es hilfreich, Tomaten, Tomatenmark und Brühe bereits abzumessen. So kannst du die Sauce zügig ansetzen, ohne dass das angebratene Gemüse zu lange im Topf bleibt.

Hähnchen kräftig anbraten

Erhitze das Olivenöl in einem großen ofenfesten Topf oder Bräter. Die Temperatur sollte mittel bis hoch sein. Sobald das Öl heiß ist, legst du die Hähnchenoberkeulen mit der Hautseite nach unten in den Topf.

Brate die Hähnchenteile etwa fünf Minuten kräftig an, ohne sie ständig zu bewegen. Die Haut soll direkten Kontakt mit dem Topfboden haben, damit sie gleichmäßig bräunt. Wenn die Hähnchenoberkeulen zu eng liegen, brate sie lieber in zwei Durchgängen an. Zu viele Stücke auf einmal können dazu führen, dass die Temperatur sinkt und die Haut nicht knusprig wird.

Wende die Hähnchenoberkeulen vorsichtig und brate die Fleischseite weitere zwei bis drei Minuten an. Sie müssen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig durchgegart sein. Es geht vor allem darum, eine aromatische Oberfläche zu erzeugen und etwas Fett aus der Haut auszulassen.

Nimm die Hähnchenteile anschließend aus dem Topf und lege sie auf einen Teller. Lass das Bratfett im Topf, denn darin wird im nächsten Schritt das Gemüse angebraten. Die kleinen Bratrückstände am Boden enthalten viel Geschmack und lösen sich später beim Eingießen der Tomaten und der Brühe.

Gemüse anbraten

Gib die Paprikastreifen und die Zwiebelspalten in denselben Topf. Brate das Gemüse bei mittlerer Hitze etwa fünf Minuten an. Rühre gelegentlich um und löse dabei vorsichtig die aromatischen Rückstände vom Topfboden.

Die Paprika darf leicht Farbe annehmen, sollte aber noch nicht vollständig weich werden. Die Zwiebeln können an den Rändern etwas bräunen. Dadurch wird ihr Geschmack intensiver und die Sauce erhält später eine angenehm herzhafte Note.

Füge den gehackten Knoblauch hinzu und brate ihn etwa eine Minute mit. Rühre ständig um, damit er nicht dunkel wird. Knoblauch entwickelt bei zu hoher Hitze schnell einen bitteren Geschmack. Sobald er angenehm duftet, kannst du mit dem nächsten Schritt fortfahren.

Tomatenmark und Sauce zubereiten

Rühre das Tomatenmark unter das Gemüse und röste es etwa eine Minute mit an. Das kurze Anrösten nimmt dem Tomatenmark die rohe Säure und verstärkt seinen konzentrierten Geschmack. Achte darauf, dass es nicht am Topfboden anbrennt.

Gib anschließend die gehackten Tomaten und die Hühnerbrühe in den Topf. Rühre alles gründlich um und löse dabei die letzten Bratrückstände vom Boden. Die Sauce sollte gleichmäßig und gut vermischt sein.

Würze die Tomatensauce mit Oregano, geräuchertem Paprikapulver, Salz und schwarzem Pfeffer. Den Rosmarinzweig kannst du ebenfalls bereits in die Sauce legen oder erst zusammen mit dem Hähnchen hinzufügen. Schmecke die Sauce zu diesem Zeitpunkt vorsichtig ab. Sie wird beim Schmoren noch kräftiger, deshalb solltest du mit Salz zunächst zurückhaltend sein.

Hähnchen in der Tomatensauce schmoren

Lege die angebratenen Hähnchenoberkeulen zurück in den Topf. Die Hautseite sollte möglichst nach oben zeigen. Dadurch bleibt die Haut während des Schmorens besser sichtbar und kann im Ofen weiter bräunen. Die Hähnchenteile sollten teilweise in der Sauce liegen, aber nicht vollständig bedeckt sein.

Gib den Rosmarinzweig dazu und bringe die Sauce auf dem Herd kurz zum Köcheln. Heize währenddessen den Backofen auf 190 °C Ober- und Unterhitze vor.

Sobald der Backofen heiß ist, stellst du den ofenfesten Topf ohne Deckel hinein. Die Hähnchenoberkeulen schmoren etwa 35 bis 40 Minuten. Die genaue Garzeit hängt von der Größe der Fleischstücke und der Leistung des Backofens ab.

Während des Schmorens wird das Fleisch zart und die Sauce nimmt den Geschmack der Hähnchenhaut und der Gewürze auf. Die Paprika und Zwiebeln werden weich, sollten aber noch ihre Form behalten. Durch das Garen ohne Deckel kann die Haut an der Oberfläche weiter bräunen und die Sauce leicht einkochen.

Prüfe gegen Ende der Garzeit, ob das Fleisch vollständig durchgegart ist. An der dicksten Stelle sollte beim Einstechen klarer Fleischsaft austreten. Wenn du ein Küchenthermometer verwendest, sollte die Kerntemperatur an der dicksten Stelle mindestens 75 °C erreichen.

Falls die Haut nach der angegebenen Zeit noch nicht ausreichend gebräunt ist, kannst du den Topf für einige Minuten unter die Grillfunktion des Backofens stellen. Bleibe dabei in der Nähe und beobachte das Hähnchen aufmerksam, da die Haut schnell zu dunkel werden kann.

Sauce und Konsistenz prüfen

Nach dem Schmoren sollte die Tomatensauce sämig und aromatisch sein. Sie darf flüssig genug bleiben, um über Reis, Kartoffeln oder Nudeln gegeben zu werden, sollte aber nicht wässrig wirken. Falls die Sauce noch sehr dünn ist, kannst du den Topf nach dem Herausnehmen des Hähnchens kurz auf dem Herd einkochen lassen.

Lasse die Sauce bei mittlerer Hitze einige Minuten ohne Deckel köcheln und rühre gelegentlich um. Dadurch verdampft überschüssige Flüssigkeit und der Geschmack wird konzentrierter. Wenn die Sauce dagegen zu dick geworden ist, kannst du etwas Hühnerbrühe oder Wasser einrühren.

Entferne vor dem Servieren den Rosmarinzweig. Prüfe die Sauce ein letztes Mal und würze sie bei Bedarf mit etwas Salz und Pfeffer. Wenn die Tomaten besonders säuerlich schmecken, kann eine kleine Prise Zucker die Sauce ausgleichen. Verwende Zucker jedoch sparsam, damit der herzhafte Charakter erhalten bleibt.

Servieren

Streue kurz vor dem Servieren frisch gehackte Petersilie über das Hähnchen und die Sauce. Die Petersilie bringt Farbe und eine frische Kräuternote auf den Teller. Du kannst das Gericht direkt im Bräter auf den Tisch stellen oder die Hähnchenoberkeulen einzeln mit reichlich Sauce anrichten.

Als Beilage passt frisches Bauernbrot besonders gut. Damit lässt sich die würzige Tomatensauce aufnehmen. Auch Reis eignet sich hervorragend, da er die Sauce aufnimmt und das Gericht sättigender macht.

Salzkartoffeln, Kartoffelpüree oder kleine Ofenkartoffeln sind ebenfalls passende Beilagen. Für eine mediterrane Variante kannst du die Hähnchenschenkel mit Pasta servieren. Kurze Nudelsorten wie Penne oder Fusilli verbinden sich gut mit der kräftigen Sauce.

Ein einfacher grüner Salat sorgt für einen frischen Kontrast. Auch gedünstete grüne Bohnen, Zucchini oder Brokkoli passen gut dazu. Da die Sauce bereits intensiv gewürzt ist, sollte die Beilage eher schlicht bleiben.

Mögliche Variationen

Das Rezept lässt sich mit verschiedenen Zutaten abwandeln. Du kannst zusätzlich einige Champignons, Karotten oder Stangensellerie in die Sauce geben. Schneide festes Gemüse in dünne Stücke und brate es gemeinsam mit der Paprika und den Zwiebeln an.

Für eine etwas schärfere Variante kannst du Chiliflocken oder eine fein gehackte Chilischote hinzufügen. Wer den Geschmack von Kräutern besonders gern mag, kann neben Rosmarin auch Thymian oder etwas frisches Basilikum verwenden.

Statt Hühnerbrühe eignet sich auch Gemüsebrühe. Dadurch verändert sich der Geschmack leicht, die Sauce bleibt aber ebenso aromatisch. Wenn du keine gehackten Tomaten zur Hand hast, kannst du passierte Tomaten verwenden. Die Sauce wird dann etwas glatter und gleichmäßiger.

Für eine cremigere Variante kannst du nach dem Schmoren einen kleinen Schuss Sahne in die Sauce rühren. Gib die Sahne erst am Ende dazu und erhitze die Sauce anschließend nur noch vorsichtig. Auch ein Löffel Frischkäse kann für eine mildere, cremigere Konsistenz sorgen.

Aufbewahren und Aufwärmen

Übrig gebliebene Hähnchenschenkel mit Tomatensauce kannst du vollständig abkühlen lassen und anschließend in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält sich das Gericht etwa zwei bis drei Tage.

Bewahre das Hähnchen möglichst zusammen mit der Sauce auf. So bleibt das Fleisch saftiger und trocknet beim späteren Erwärmen nicht so schnell aus. Zum Aufwärmen eignet sich ein Topf bei mittlerer Hitze. Gib bei Bedarf etwas Brühe oder Wasser zur Sauce und erhitze das Hähnchen langsam.

Auch der Backofen ist zum Aufwärmen geeignet. Decke die Form zunächst ab, damit das Fleisch nicht austrocknet. In den letzten Minuten kannst du die Abdeckung entfernen, damit die Haut wieder etwas knuspriger wird.

Abschluss

Geschmorte Hähnchenschenkel mit Paprika in Tomatensauce sind ein kräftiges und vielseitiges Ofengericht, das mit einfachen Zutaten zubereitet wird. Durch das Anbraten erhält das Hähnchen eine aromatische Kruste, während es im Ofen langsam zart wird. Die Paprika, Zwiebeln und Tomaten ergeben eine würzige Sauce, die hervorragend zu Brot, Reis, Kartoffeln oder Nudeln passt.

Für ein besonders gutes Ergebnis solltest du die Hähnchenoberkeulen vor dem Braten gründlich trocken tupfen, die Hautseite kräftig anbraten und das Fleisch anschließend mit der Hautseite nach oben schmoren. So bleibt das Fleisch saftig und die Haut bekommt eine schöne Farbe. Mit frischer Petersilie serviert, entsteht eine herzhafte Mahlzeit, die sich ideal für ein gemeinsames Familienessen eignet.

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