Knuspriges Schnitzel mit Kartoffeln, Erbsen und Möhren

Ein echter Klassiker der Hausmannskost: goldbraun gebratenes Schnitzel mit zarten Kartoffeln und mildem Buttergemüse aus Erbsen und Möhren. Das Gericht ist einfach zuzubereiten, sättigend und eignet sich hervorragend für ein Familienessen.

Die knusprige Panade, das saftige Fleisch, die buttrigen Kartoffeln und das leicht süßliche Gemüse harmonieren besonders gut miteinander. Eine Zitronenspalte sorgt für Frische und rundet den Geschmack ab.

Zutaten für 4 Personen

Für die Schnitzel
  • 4 Schweine- oder Hähnchenschnitzel
  • 60 g Mehl
  • 2 Eier
  • 100 g Paniermehl
  • 1 Teelöffel Paprikapulver
  • Salz nach Geschmack
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 3 Esslöffel Öl zum Braten
  • 1 Esslöffel Butter zum Braten
Für die Kartoffeln
  • 800 g Kartoffeln
  • 1 Esslöffel Butter
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Für das Buttergemüse
  • 300 g Erbsen
  • 300 g kleine Möhren
  • 1 Esslöffel Butter
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
Zum Servieren
  • frische Petersilie
  • Zitronenspalten
  • zusätzliche Butter, optional
  • etwas Muskatnuss, optional

Für dieses Gericht können Schweineschnitzel oder Hähnchenschnitzel verwendet werden. Schweineschnitzel sind kräftiger im Geschmack, während Hähnchenschnitzel besonders mild und zart werden. Wichtig ist, dass alle Fleischstücke möglichst gleichmäßig dick sind, damit sie gleichmäßig garen.

Bei den Kartoffeln eignen sich vor allem festkochende oder vorwiegend festkochende Sorten. Festkochende Kartoffeln bleiben beim Kochen schön in Form, während vorwiegend festkochende Kartoffeln etwas weicher und cremiger werden.

Für das Gemüse können frische oder tiefgekühlte Erbsen verwendet werden. Tiefgekühlte Erbsen müssen in der Regel nicht vollständig aufgetaut werden. Kleine Möhren können ganz verwendet werden, größere Möhren werden in gleichmäßige Stücke geschnitten.

Kartoffeln vorbereiten und kochen

Die Kartoffeln schälen und gründlich waschen.

Anschließend in größere, möglichst gleichmäßige Stücke schneiden. Kleine Kartoffeln können halbiert oder geviertelt werden. Größere Kartoffeln werden in etwa 3–4 Zentimeter große Stücke geteilt.

Die Kartoffelstücke in einen großen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken. Das Wasser sollte etwa 2–3 Zentimeter über den Kartoffeln stehen.

Etwas Salz hinzufügen und den Topf auf den Herd stellen. Die Kartoffeln langsam zum Kochen bringen.

Sobald das Wasser kocht, die Hitze reduzieren und die Kartoffeln etwa 15–20 Minuten garen. Die genaue Kochzeit hängt von der Größe der Stücke ab.

Die Kartoffeln sind fertig, wenn sich ein Messer oder eine Gabel leicht hineinstechen lässt. Sie sollten weich sein, aber nicht auseinanderfallen.

Die Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Dadurch verdampft überschüssige Feuchtigkeit, und die Kartoffeln schmecken später nicht wässrig.

Anschließend die Butter hinzufügen und die Kartoffeln vorsichtig schwenken. Mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken.

Wer möchte, kann zusätzlich eine kleine Prise Muskatnuss oder frisch gehackte Petersilie unterheben. Die Kartoffeln bis zum Servieren zugedeckt warm halten.

Wenn die Kartoffeln längere Zeit warm stehen müssen, können sie mit einem kleinen Stück Butter und einem Esslöffel Wasser im Topf aufbewahrt werden. Die Hitze sollte dabei sehr niedrig sein, damit sie nicht am Boden ansetzen.

Erbsen und Möhren zubereiten

Die Möhren putzen, schälen und je nach Größe halbieren oder in Scheiben schneiden.

Bei kleinen Möhren kann die Schale auch mit einer Gemüsebürste gründlich entfernt werden. Wichtig ist, dass die Möhrenstücke ungefähr gleich groß sind, damit sie gleichzeitig gar werden.

Einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Kochen bringen. Die Möhren hineingeben und etwa 6–8 Minuten garen.

Anschließend die Erbsen hinzufügen. Frische Erbsen benötigen meist nur wenige Minuten, tiefgekühlte Erbsen sind häufig bereits blanchiert und müssen nur erwärmt werden.

Das Gemüse weitere 3–5 Minuten garen, bis die Möhren weich, aber noch leicht bissfest sind. Die Erbsen sollten zart bleiben und ihre grüne Farbe behalten.

Das Gemüse in ein Sieb abgießen und kurz abtropfen lassen. Es sollte nicht zu lange im heißen Wasser liegen, da es sonst weich und farblos werden kann.

Die Butter in den noch warmen Topf geben. Erbsen und Möhren zurück in den Topf geben und vorsichtig mit der Butter vermengen.

Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Nach Wunsch etwas frisch gehackte Petersilie oder eine kleine Prise Muskatnuss hinzufügen.

Das Buttergemüse bei sehr niedriger Hitze warm halten. Nicht mehr stark kochen, sonst verlieren Erbsen und Möhren ihre schöne Struktur.

Für eine cremigere Variante kann ein Esslöffel Sahne oder ein kleiner Schuss Milch unter das fertige Gemüse gerührt werden. Klassisch und besonders einfach bleibt es jedoch mit Butter, Salz und Pfeffer.

Schnitzel vorbereiten

Die Schnitzel mit Küchenpapier trocken tupfen.

Falls die Fleischstücke sehr dick sind, können sie vorsichtig flach geklopft werden. Dazu das Fleisch zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder in einen aufgeschnittenen Gefrierbeutel legen.

Mit einem Fleischklopfer oder der flachen Seite eines schweren Gegenstands vorsichtig auf das Fleisch klopfen. Nicht zu kräftig schlagen, damit die Fasern nicht zerreißen.

Die Schnitzel sollten nach dem Klopfen etwa 1–1,5 Zentimeter dick sein. Bei Hähnchenfleisch darf die Stärke möglichst gleichmäßig sein, damit die dünnen Stellen beim Braten nicht austrocknen.

Die vorbereiteten Schnitzel von beiden Seiten mit Salz, schwarzem Pfeffer und Paprikapulver würzen.

Wer möchte, kann zusätzlich etwas Knoblauchpulver, mildes Chilipulver oder getrocknete Kräuter verwenden. Für ein klassisches Schnitzel reichen Salz, Pfeffer und Paprika vollkommen aus.

Die gewürzten Schnitzel einige Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit kann die Panierstraße vorbereitet werden.

Die Panierstraße vorbereiten

Für die Panade werden drei flache Teller oder Schalen benötigt.

In den ersten Teller das Mehl geben. Das Mehl kann mit einer kleinen Prise Salz und etwas Paprikapulver vermischt werden.

In den zweiten Teller die Eier schlagen und mit einer Gabel gründlich verquirlen.

In den dritten Teller das Paniermehl geben. Für eine besonders knusprige Panade kann ein Teil des Paniermehls durch Panko ersetzt werden.

Jedes Schnitzel wird in dieser Reihenfolge paniert:

  1. Das Schnitzel von beiden Seiten im Mehl wenden.
  2. Überschüssiges Mehl leicht abschütteln.
  3. Das Fleisch durch das verquirlte Ei ziehen.
  4. Anschließend rundherum im Paniermehl wenden.
  5. Die Panade vorsichtig andrücken, ohne sie fest zusammenzupressen.

Das Mehl sorgt dafür, dass das Ei am Fleisch haftet. Das Ei verbindet sich wiederum mit dem Paniermehl und bildet beim Braten die goldbraune Kruste.

Die panierten Schnitzel sollten nicht übereinanderliegen. Am besten werden sie auf ein Brett oder einen großen Teller gelegt und möglichst direkt gebraten.

Wenn die panierten Schnitzel längere Zeit stehen, kann die Panade feucht werden und später leichter abfallen.

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